Schreibmarathon

Der Wasserkocher rauscht. Die Sonne strahlt mit ihrer letzten sommerlichen Kraft durch die Fenster des Schreibzentrums. Gerade ist das morgendliche Gespräch zuende gegangen und die Teilnehmer machen sich an ihre Arbeit. Schade, dass die Tastaturen nicht mehr Klappern, wie Schreibmaschinen in schwarz/weiß Filmen. So ist fast Stille über den Desktops, ab und zu kippt Kaffee in eine Tasse oder die Straßenbahn poltert vorbei. Die Uhr tickt, sie verrät uns, dass wir besser den Browser schließen sollten, um nicht selber in den Strudel der Prokrastination zu geraten. Was Katrin wohl inzwischen macht und ob Patrick seinen letzten Tag noch feiern wird, das weiß noch keiner. Das Klicken der Tastaturen wird jetzt auch lauter, klingt wie postmodernes Geflicker aus den Boxen eines Nurds. Die Wand des Schreibzentrums ist gespickt mit Kommas. Der Weg zur Kaffeemaschine ist weit. Die Buchdeckel neigen sich unter dem Gewicht der Gedanken. Das Blinken des Cursers ist wie ein Pulsschlag. Frankfurt (Oder) wirkt wie eine Kulisse in den Ferien, vielleicht garnicht so schlecht zum Schreiben.

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