Saturday Night Fever: Ich hab mit John Travolta getanzt, aber meine Evolution hinkt noch hinterher!

Wie findet ihr diese Überschrift? Im Blog-Workshop des Schreibzentrums ging es unter anderem darum, wie man mit Überschriften LeserInnen gewinnen kann. Es gibt bestimmt Menschen auf der Welt, die „John Travolta“ als E-Mail-Alert eingerichtet haben und jetzt auf unsere Seite kommen. Ob die sich für Schreibzentren interessieren, weiß ich nicht. Aber es ist auch nicht gelogen: Ich war am Samstag hiesigen „Freakfest“. Auf dem Beweisfoto bin ich allerdings gut getarnt:

Katrin Girgensohn und John Travolta

Was ich auch im Blog-Workshop gelernt habe, ist: „A lot of Blogging is thinking aloud“. Soll heißen, Bloggen muss nicht unbedingt kunstvoll oder großartig sein, man darf auch einfach schreiben, was einem so durch den Kopf geht. Jake Stockinger, der den Workshop mit geleitet hat, schreibt z.B. jeden Morgen einen Eintrag rund um das Thema Klassische Musik. Jeden Morgen! Das sind sozusagen öffentliche Morgenseiten. Und er hat sehr viele Leserinnen und Leser.

Ich habe gemerkt, dass ich noch nicht ganz im Web 2.0 angekommen bin. Das Bloggen macht mir Spaß und eigentlich bin ich fasziniert von der Möglichkeit, öffentlich laut zu denken. Ich finde es schön, die Gelegenheit zu haben, meine Gedanken ohne Umwege zu teilen, zum Beispiel ohne Druckkosten und Verleger. Andererseits verbringe ich unglaublich viel Lebenszeit damit, „auf leuchtende rechteckige Flächen zu starren“ – wie die hiesige Satirezeitschrift „The Onion“ neulich so schön bemerkt hat (http://www.theonion.com/articles/report-90-of-waking-hours-spent-staring-at-glowing,2747/). Ich habe keine Lust, das noch mehr auszuweiten und mich z.B. in „sozialen Netzwerken“ zu tummeln. Das würde nicht nur meine Augen überlasten, sondern auch mein Hirn. Wenn ich abends im Bett die Augen zumachen flackert es noch eine Weile weiter, falls ich vor dem Schlafen gehen am Computer saß. Meine Evolution ist noch nicht so weit wie die Technik. So waren alle begeistert von dem Twitter-Account zur Konferenz, wie ja in Limerick auch schon, aber warum sollte ich auch noch dauernd auf ein Taschen-Rechteck schauen, wenn ich irgendwo bin?

E-Learning ist aber trotzdem was Tolles. So läuft jetzt das Online-Modul unseres Zertifikats für Schreibzentrumsarbeit und Literacy Management  und ich bin begeistert, ozeanübergreifend weiter bei der Gruppe sein zu können und über die Entwicklung der vielen tollen Projekte im Austausch sein zu können. Einigen ist die Plattform zu altmodisch und sie arbeiten lieber ganz öffentlich. Das finde ich gut, kann aber genauso gut verstehen, wenn das nicht alle möchten.

Nicht missen möchte ich auch solche Tools wie Dropbox, die es möglich machen, Dateien miteinander zu teilen. Nadja Sennewald und ich haben via Dropbox transatlantisch unser Manuskript fertig gestellt und es am Freitag beim Verlag eingereicht, so dass unser Buch „Einführung in die Schreibforschung und Schreibdidaktik“ im Frühjahr bei der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft erscheinen wird – yeah!

Wer weiß, vielleicht wird meine Evolution ja doch schneller von Statten gehen als ich das jetzt denke. Vielleicht erfindet ja auch jemand mal runde Bildschirme für mich, oder solche, die nach Papier duften?

Wie auch immer: Happy Halloween!

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Von schreibenden Kühen und Massenautorschaft: ein paar Konferenzeindrücke

Die Konferenz der Midwest Writing Centers Association war so vielfältig, dass es mir schwer fällt, auszuwählen, worüber ich berichte.

Am Donnerstag war ich bei einem Pre-Conference-Workshop über Writing Fellows Programme. Da ich über das hiesige Writing Fellows Programm bereits geschrieben habe, gehe ich hier nicht weiter darauf ein. Nur so viel: mir hat der Workshop gezeigt, dass es sehr unterschiedliche Modelle gibt, wie Peer Tutoren mit Seminaren zusammen arbeiten können und wie wichtig es ist, diese Modelle immer an den jeweiligen Kontext anzupassen.

Sowohl Donnerstag als auch Freitag Abend hat das Schreibzentrum die Teilnehmenden, die neugierig waren, zum „Open House“ ins Schreibzentrum eingeladen, da die Konferenz selbst zwei Gebäude weiter in einem Konferenzhaus stattfand (mit Speisesaal mit wunderbarer Aussicht auf den See, den Brad bereits zwei Jahre im Voraus reserviert hatte – so weitblickend muss man erst mal sein!). Danielle, die das Open House organisiert hatte, stattete uns alle mit knallpinken Namensschildern aus, damit die Besuchenden uns erkennen konnten. Anfangs  gab es eine kurze Einführung, damit die Leute erfuhren, was das Schreibzentrum alles anbietet und dann verteilte sich das Team auf die verschiedenen Räume, wo sie mit den Besuchenden jeweils über ihre verschiedenen Programme ins Gespräch kamen (Zusammenarbeit mit Lehrenden, Multikulturelle Projekte, Schreibberatung in den Stadtbibliotheken, Onlineberatungen, Writing Fellows Programm, Workshopprogramm und noch einiges mehr). Ich war sehr stolz, mich als Teil des Teams fühlen zu dürfen, als ich im Schreibzentrum stand und erklärte, wie alles organisiert ist.

Open House

Danielle Warthen und das Open House Team am Donnerstag

Am Freitag hat mich besonders die Keynote von Deborah Brandt  beeindruckt. Ihr Thema ist „mass literacy“, also die Literalisierung oder Alphabethisierung der Massen. Sie dachte darüber nach, dass bei diesem Thema früher vor allem an Lesen gedacht wurde. Lesen sei gesetzlich geschützt in den USA durch das Gesetz der Pressefreiheit. Beim Schreiben habe man aber nie an eine Massentätigkeit gedacht, obwohl die meisten Menschen in der Schule Schreiben lernen. Schreiben sei schon immer vor allem der Arbeit gewidmet gewesen. Heute ist es aber so, dass die tägliche Arbeit von sehr vielen Menschen zu 50% oder mehr aus Schreiben besteht, wobei sie als Schreiben jegliche „Symbolarbeit“ bezeichnet. Schreiben ist zur alltäglichen Arbeit geworden. Ein lustiges Beispiel waren die „schreibenden Kühe“: Deborah war auf einer Forschungsfarm, wo die Arbeiter alle mit ihren Computern in den Ställen saßen, um ihre Forschungsdaten einzugeben. Und auch die Kühe selbst hatten Chips in den Ohren, die alle ihre Bewegungen aufzeichneten: sie schrieben also die ganze Zeit!
Weniger lustig waren Beispiele aus dem aktuellen Forschungsprojekt, in dem Deborah Menschen zu ihren Schreibprozessen am Arbeitsplatz befragt. Per Gesetz ist es in den USA wohl so, dass jedes Produkt, das am Arbeitsplatz entsteht, dem Arbeitgeber gehört. (Ich vermute, das ist in Deutschland auch so!) Dementsprechend gehören die vielen, vielen alltäglich entstehenden Texte nicht den Autoren. Hinzu kommt, dass die Schreibenden explizit nicht ihre eigene Meinung schreiben dürfen. Wenn sie für die Regierungen arbeiten, dürfen sie nicht einmal eine eigene Meinung haben. Werden sie dabei erwischt, dass sie sich öffentlich irgendwo äußern, auch jenseits des Arbeitsplatzes im Privatleben, kann sie das den Arbeitsplatz kosten. Deborah fragt sich, wie sich so ein alltägliches, massenhaftes Schreiben ohne Autorschaft auswirkt („it is torturous“, meinte sie, nach allem, was sie in den Interviews gehört hat.)
Und was bedeutet das eigentlich für die Schreibausbildung an den Hochschulen? Ist es überhaupt sinnvoll, wenn wir Schreiben als ein Instrument kritischen Denkens vermitteln? Sollten wir das jetzt erst Recht so sehen oder sollten wir lieber Techniken einüben, die ein solches Schreiben weniger qualvoll machen? Ich bin gespannt, mehr von diesem Forschungsprojekt zu lesen.

Katrin Girgensohn und Nancy Linh Karls

Hier ein Konferenzbild mit mir, zusammen mit Nancy Linh Karls vom Schreibzentrum der UW Madison

Ganz toll fand ich auch die Präsentationen von Undergraduate Students, bei denen ich war. Die Writing Fellows müssen hier alle ein kleines Forschungsprojekt im Rahmen ihrer Arbeit durchführen, und dabei entstehen wirklich interessante Ergebnisse. So untersuchte Alexis Brown, ob und wie Smalltalk Tutoring Sessions vorantreibt und Jenna Mertz interviewte drei Writing Fellows zu Textausschnitten in denen die „Voice“, also der individuelle Ton der Studierenden, deutlich hervortritt und es schwierig ist zu beurteilen, ob das für einen wissenschaftlichen Text noch angemessen ist.
Vom Coe College in Iowa berichteten gleich acht Tutoren gemeinsam von ihren Forschungsteams, die ebenfalls Bestandteil der Ausbildung sind. Diese Forschungsteams machen kleine Studien, für die sie die Datenbasis der Schreibberatungen nutzen. Ähnlich wie bei uns an der Viadrina werden statistische Daten und eine ausformulierte Beschreibung der Gespräche gespeichert. Die Tutoren sammeln für die Forschungsprojekte zunächst Ideen und untersuchen dann an Hand der Protokolle z.B. wie es sich auf die Beratung auswirkt, wenn Beraterin und Ratsuchende befreundet sind, wenn sie das gleiche Fach studieren, wenn sie unterschiedlichen Geschlechts sind usw. Am Ende des Semesters, wenn alle Projekte und Ergebnisse präsentiert wurden, überlegen alle zusammen, was man hätte anders machen können und was noch spannend gewesen wäre als Untersuchungsfrage. Und dann machen alle im kommenden Semester noch ein Forschungsprojekt mit der gleichen Datenbasis!

Charette Verlesung

Hier wird der kollektive Charette-Text vorgelesen

Ein schöner Abschluss war „Let’s Meet at the Charette“ von Michele Eodice. Hier ging es nicht um die massenhaft verschwindenden Autoren, sondern darum, als massenhaft auftretende Autorinnen gemeinsam einen Text zu verfassen. Unser Ziel war ein Statement zu Schreibzentren im 21. Jahrhundert: welche Pädagogik sollen sie vertreten? Welche Ethik brauchen wir? Was für Orte, Räume und Ausstattungen?
Michele erklärte sich großzügigerweise bereit, das Schreibzentrum des 21. Jahrhunderts zu finanzieren, so dass wir uns um das Geld keine Sorgen machen mussten und dieses Thema uns nicht lähmte.
Und so sah unser kollektiver Schreibprozess aus: an den einzelnen Tischen sammelten wir Ideen zu jeweils einem der Unterpunkte auf Flipchartblättern. Die wurden dann weiter gereicht an den nächsten Tisch, der diese Ideen redigierte und ergänzte und wieder weiter reichte. An einem extra Tisch saßen Leute, die Rollen übernommen hatten von Menschen, die ein Interesse am Schreibzentrum des 21. Jahrhunderts haben: Eine Tutorin, ein Leiter, eine Dekanin, eine Vertreterin der Bürger der Stadt in der das Schreibzentrum sich befindet, eine schreibende Studentin… Jedes Mal, wenn die Plakate an diesem Tisch landeten, war es Aufgabe der Leute, in ihren Rollen darüber nachzudenken, ob sie sich repräsentiert sehen. Außerdem sollten sie „und warum muss das rein?“ fragen, so lange, bis sie mit der Erklärung einverstanden sind.
Am Ende gab es fünf neue Gruppen, in denen jeweils ein Abschnitt eines Texts verfasst wurde, der quasi unser gemeinsames Mission Statement bildete.
Ich hätte es zwischendurch nicht für möglich gehalten, aber es hat tatsächlich funktioniert! Es entstand ein überzeugender kurzer Text, mit dem alle Anwesenden einverstanden waren. Michele wird den nun mit all unseren Namen veröffentlichen – vielleicht das Schriftstück mit den meisten Autoren, das je in den Geisteswissenschaften veröffentlicht wurde, wow!
Das Verfahren „Charette“ kommt übrigens aus der Architektur und wird angewandt, um  Bürgerinnen und Bürger an Planungsverfahren zu beteiligen. Vielleicht eine schöne Idee für die Open Space Tagung im kommenden März in Bochum, bei der es um die Vernetzung und Qualitätskriterien in der Schreibdidaktik gehen soll?

Ich könnte noch sehr viel mehr berichten, aber da jetzt gleich der Schreibzentrumsworkshop zum professionellen Bloggen beginnt, werde ich aufhören und mich weiterbilden.

Das Schreibzentrum der Europa- Universität Viadrina- was ist das für ein Raum?

Gehen wir in das Schreibzentrum der Viadrina. An der hellbraunen Holztür hängen bunte Schilder, die auf die Öffnungszeiten, die Schreibsprechstunde, Promovierendenberatung und weitere Angebote des Schreibzentrums hinweisen. An der Tür hängen auch unser Missionstatement und verschiedene Zeitungsartikel. Ich öffne die Tür und höre das Glucksen der Kaffeemaschine. Es duftet im ganzen Raum nach Kaffee. Sebastian sitzt am Tutorencomputer und lächelt mir zu. Der Raum ist groß und in diesem Raum passiert viel.
Manchmal stelle ich mir vor, ich könnte all die Gedanken der Studierenden, der Seminarteilnehmenden, Promovierenden, der SchreibberaterInnen, der TeilnehmerInnen des Hochschulzertifikats „Schreibzentrumsarbeit und Literacy Management“ und die meines Teams sammeln. Könnten sie in ein Glas passen? Oder müsste ich Unmengen an kleinen, großen, dicken und dünnen Gläsern suchen, um all die Gedanken festzuhalten. Und würde ich sie öffnen, würde der Raum und die Gänge des Sprachenzentrums bis hin nach draußen voller Gedankenluft gefüllt werden? Es ist nämlich so: Schreibende denken nicht nur über die Textoberfläche nach sondern sie müssen sich intensiv mit ihren Schreibthemen auseinandersetzen. So waren Adorno, Ellbow, Foucault, Keynes, Mayring, Kant, Kleist … bereits in unserem Schreibzentrum.
Gestern habe ich für das Seminar „Wissenschaftliches Schreiben lernen durch Prozessschritte und Schreibberatung.“ Tische und Stühle umgestellt damit alle 25 Studierenden genügend Platz zum Arbeiten haben. Einmal kam eine Studentin und stellte verblüfft fest, jedes Mal wenn sie komme, würde der Raum anders aussehen. Ja, der Raum ist multifunktional, nicht nur wegen den beweglichen Tischen und Stühlen. Mal ist er ein Seminarraum (ich stelle alle Tische um, bilde lange Seminartische), mal Schreibberatungsraum (wir bilden mit den Tischen kleine Inseln, an denen beraten werden kann), mal bietet der Raum Platz für die TeilnehmerInnen der Weiterbildung (ich bilde lange Tafeln oder kleine Inseln), mal ist er unser Team- und Weiterbildungsraum (wir setzen uns zusammen und besprechen alles was anliegt) und mal ist er Raum für unsere Schreibevents, wie der „Langen Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten“ oder dem „Schreibmarathon“ und mal ist das Schreibzentrum einfach nur Schreibraum, Forschungsraum oder Fachbibliothek.
Der Raum ist aber auch unser Büro. Links hinten steht mein Schreibtisch. Hier sitze ich fast jeden Tag und plane meine Seminare, schreibe, koordiniere das ganze Schreibzentrum, beantworte die tausend E-Mails, schreibe, telefoniere, schreibe….. Rechts steht der Computer der Schreibberater und Schreibberaterinnen. Sie sind oft hier, da die Schreibsprechstunde vier Mal die Wochen angeboten wird. Die SchreibtutorInnen sind aber auch hier, um Handouts zu entwickeln, Konzepte zu schreiben und mir bei der Arbeit zu helfen. Oft bleiben die TutorInnen, um einfach hier zu sein, sich zu unterhalten und an ihren eignen Arbeiten zu schreiben oder zu forschen. In unserem Schreibzentrum treffen so viele Menschen zusammen und alle haben etwas gemeinsam. Sie schreiben und interessieren sich für das Schreiben. Beispielsweise fand am Wochenende das zweite Modul des Hochschulzertifikates „Schreibzentrumsarbeit und Literacy Mangement“ statt. Viele interessierte Dorzierende, Uni- MitarbeiterInnen aus ganz Deutschland und sogar aus Österreich kamen zusammen, um sich im Bereich „Schreibdidaktik und Literarcy Management“ fortzubilden. Es war ein sehr schönes Wochenende. Die gelb- und orangefarbenen Lilien stehen immer noch auf den Tischen und duften. Sie erinnern mich an das erfolgreiche Modul des Hochschulzertifikates.
Gestern kamen zur Schreibberatung Studierende. Sie tauschten sich mit den Beraterinnen und Beratern über ihre Hausarbeiten Essays oder Abschlussarbeiten aus. Sie nahmen Platz auf dem blauen Sofa und warteten geduldig, bis sie dran waren. Gestern kam außerdem Besuch von der Universität aus Kassel und ich stellte unsere gut ausgestattete Bibliothek zur Schreibdidaktik und rund um das Thema Schreiben vor.
Heute findet das Seminar zum wissenschaftlichen Schreiben und Peer Tutoring statt. Die Tische stehen schon und die bunten Blätter und Stifte warten nur darauf beschriftet zu werden. Danach wird es ein Seminar zum Schreiben für Studierende der Interkulturellen Germanistik geben. Morgen früh haben wir Teamtreffen und danach werden wir unsere Türen für die Schreibberatung öffnen und schnell kleine Beratungsinseln zaubern. Luise wird sich an meinem Schreibtisch setzen und brav die anfallenden Abrechnungen für das Hochschulzertifikat machen und ich esse derweil Mittag 🙂 Am Donnerstag wird es ein wenig ruhiger und ich kann an meinem Schreibtisch konzentriert arbeiten, bis Anja und Sebastian kommen und die Schreibberatung anbieten.

Es ist ein lebendiger und ein schöner Raum.

Ein Foto vom Schreibzentrum

Bild von einem Seminar

Mittagspause AK-Treffen 2010

Diese Woche findet die Konferenz der Midwest Writing Centers Association statt…

… und alle sind schon ganz aufgeregt. Ich auch. „Regionalkonferenz“ bedeutet mehr als 300 angemeldete Teilnehmende! Das Programm klingt toll und ich  werde es schwer haben, mich zu entscheiden. Eine Preview gibt’s hier: http://writing.wisc.edu/blog/

Hier ein Foto vom Packen der Konferenzmappen für die Teilnehmenden

Packen der Konferenzmappen

Rechts im Bild seht ihr übrigens Brad. Der Raum ist einer der Workshopräume des Schreibzentrums.

Ich werde bestimmt noch einiges berichten, z.B. von der Performance über  Tutoringerlebnisse, dem Workshop über Körpereinsatz im Schreibzentrum, der architektonischen Brainstorming-Methode von Michele Eodice  und vielem mehr! Besonders freue ich mich auf die vielen Tutoren, die dabei sein werden. Vielleicht klappts ja und wir bauen internationale Schreibzentrumskooperationen mit einigen von ihnen auf (so der Titel meines Beitrags).

Teamtreffen mit mehr als 60 Leuten

Am Freitag war Teamtreffen im Schreibzentrum. Obwohl eigentlich nur das halbe Team da war, nämlich alle außer den Writing Fellows, waren das mehr Leute als auf so mancher Tagung: gut 60.

Diese „halben“ Teamtreffen finden 3-4x pro Semester statt, und im Januar wird es dann auch noch eins mit allen 110 Leuten geben. Immer wechselweise bereitet jemand der Assistant Directors oder Senior Staff-Leute das jeweilige Treffen vor. Die Themen werden gemeinsam gesucht. Dieses Mal ging es um das Thema „Personal Statements for professional schools“. Dazu gleich mehr. Ebenfalls abwechselnd bereiten 1-2 Leute Snacks für das Meeting vor und so kam ich in den Genuss eines ganz hervorragenden Lemon-Humous und einer Karamellcreme zum Äpfel reindippen. Akribisch beschriftet, damit man wusste, was vegan ist und was nicht.

Dave, der das Meeting diesmal leitete, machte zunächst ein paar organisatorische Ansagen und stellte mich vor, da ich auch nach fast vier Wochen noch immer nicht alle Leute kennen gelernt habe, die im Schreibzentrum arbeiten. Einmal mehr wurde mir versichert, wie sehr sich alle freuen, dass ich da bin, und das konnte ich meinerseits nur bestätigen!

Anschließend trafen sich alle Tutorinnen und Tutoren für ca. 20 min. in ihren „Mentoring-Gruppen“. In diesen Kleingruppen von 5-6 Leuten wurde über aktuelle Tutoringsituationen und Schwierigkeiten geredet. In der Gruppe, an der ich teilnahm, ging es zum Beispiel darum, dass man immer wieder mal Beratungen hat zu Genres, mit denen man sich nicht auskennt und wie man damit umgehen kann. Es gibt hier einen großen Aktenschrank mit Handouts, so viele, dass niemand alle kennt. Trotzdem kommt es wohl vor, dass es Genres gibt, zu denen (noch) kein Handout erstellt wurde, z.B. zur „Teaching Philosophy“ in einer Bewerbung. Ergebnis der Diskussion war, zu sagen, dass man mit dem Genre noch nicht zu tun hatte und einfach als interessierter Leser oder Leserin fungiert. Außerdem ist es gut, gemeinsam zu überlegen, wo noch mehr Informationen herkommen könnten. (Hier gibt es in den meisten Departments extra Leute, die den Absolventinnen und Absolventen bei der Jobsuche helfen – fachspezifisch und zusätzlich zu den Career Centern!)

Eine der Mentoringgruppen

Eine der Mentoringgruppen: Aussicht und Buffet bitte beachten!

Nach dem Mentoring-Austausch kamen wieder alle in der großen Runde zusammen und Dave stellte drei Gäste vor, die zu diesem Treffen eingeladen worden waren: von der Juristischen Fakultät und der medizinischen Fakultät jeweils eine Vertreterin bzw. ein Vertreter der Auswahlkommissionen und ein weiterer Vertreter von der Auswahlkommission zur Graduiertenschule für Soziale Arbeit. Diese uni-internen ExpertInnen hielten Kurzvorträge zum Thema „Personal Statements“.

Für mich war das ein ganz neues Genre, deshalb schiebe ich hier einen Exkurs ein: Ich hatte am Freitag bereits im Seminar zu „Perspectives on Literacies“, an dem ich wöchentlich teilnehme, erfahren, wie aufwändig es hier ist, einen Studienplatz zu bekommen. Zur Bewerbungsprozedur gehören neben Tests, Abschlussnoten und Empfehlungsschreiben auch Essays, in denen man sich selbst beschreibt und deutlich macht, warum man genau dieses Fach an dieser Uni studieren möchte – eben die Personal Statements. In dem Seminar war es um die Frage gegangen, inwiefern mit Bildung auch der Mythos verbunden ist, dass ein Uniabschluss eine bessere Zukunft bedeutet. Und auch wenn das aktuell in Zeiten der Krise nicht mehr so sein mag, so ist diese Vorstellung doch tief verwurzelt genug, um damit Geld zu machen. Deshalb gibt es „For Profit Colleges“. Das sind Unternehmen, die akkreditierte Hochschulen aufkaufen und dann diverse Abschlüsse anbieten. Um Kosten zu sparen, laufen viele der Studiengänge nur noch online und sie haben keinen besonders guten Ruf. Aber viele Menschen hören über die Medien von ihren Zukunftschancen, wenn sie diesen Abschluss machen, und rufen die angepriesenen Telefonnummern an. Dann erfahren sie, dass sie keine Essays schreiben müssen, sondern nur klarmachen müssen, dass sie die Kosten tragen können. Und die Colleges arrangieren dann gleich die Kredite…

Kurzum: wer an einer seriöseren Uni angenommen werden will, muss sich der komplizierten Aufnahmeprozedur stellen und außerdem das nötige Geld auftreiben. Die ersten vier Jahre (bis zum Bachelor) sind hierzulande allerdings noch recht allgemein. Deshalb ist die Bewerbung für die „Professional School“ danach umso wichtiger. Wer Arzt oder Rechtsanwältin wird, das entscheidet sich offenbar auch zu großen Teilen danach, wie das  Personal Statement geschrieben wird.

Und da das so wichtig ist, ist es im Schreibzentrum oft nachgefragt. Aus dem gleichen Grund ist es für die TutorInnen eine besonders verantwortungsvolle Beratungsaufgabe und deshalb also dieser Schwerpunkt beim Teamtreffen.

Ende des Exkurses und zurück zum Teamtreffen: Die drei Vorträge waren gut strukturiert, informativ und trotzdem kurz, so dass nach einer kurzen Pause noch genügend Zeit für eine Fragerunde blieb.

Die eingeladenen Expertinnen und Experten

Die eingeladenen Expertinnen und Experten

Ich fand es auffällig, was für eine große Rolle Originalität spielt. Das ist verständlich, wenn  die Komiteemitglieder hunderte oder tausende dieser Essays lesen müssen. Andererseits: wie  originell können die Gründe dafür sein, dass man Rechtsanwalt oder Ärztin werden möchte? Auf jeden Fall sind Studierende hier mit Abschluss ihrer Studien gut darauf vorbereitet, sich selbst darzustellen und zu verkaufen. Obwohl das Genre befremdlich ist für mich, ist es positiv, dass man schlechte Noten zumindest teilweise ausgleichen kann, wenn man ein tolles Personal Statement schreibt. Und das zeugt doch zumindest davon, was für einen hohen Stellenwert das Schreiben hier hat – fächerübergreifend!

Pause - vorne meine hochgeschätzte "office mate"  Stephanie White, Assistant Director for Writing across the curriculum

Pause - vorne meine hochgeschätzte "office mate" Stephanie, TA Assistant Director for Writing across the curriculum

Jedenfalls waren das zwei spannende Stunden und ich freue mich jetzt schon auf das Teamtreffen im November!
(Und auf das anschließende Feierabendbier mit meinen geschätzten Kolleginnen Stephanie, Ann und Kim auch!)

Der weite Weg an die Oder

Angekommen im Schreibzentrum trinke ich den dritten Kaffee meines zweiten Tages in Frankfurt (Oder). Den ersten trank ich traumwandlerisch in der heimischen Küche, den zweiten im Zug – eingekeilt zwischen einem grau mellierten, Bier trinkenden Franzosen aus Polen und einem Kraft strotzendem philosophierenden Spanischliebhaber; hablas Espagnol? Nein, leider nicht. Ich drehe meinen Kopf zum Fenster und die Bäume rauschen lautlos vorbei und durch meinen Kopf: RS, SB, SZ, FFO, TT. Vor mir tut sich ein neues Universum auf; samt Fremdsprache.

SB, lerne ich sodann, bin ich selbst seit Oktober; eine Schreibberaterin (oder doch PT: eine Peer Tutorin?) im SZ (Schreibzentrum). Am Bahnhof reißt mich der Strom der ausgestiegenen RE1ler mit auf den Vorplatz, benebelt der Asia-Imbiss mein Geruchsorgan. Nun bin ich also, über den Umweg Togo, wo ich mit Schülerinnen und jungen Frauen Theater spielte, wieder hier an der Oder gelandet, um die RS (Ratsuchenden) tatkräftig beim Schreiben im Studium zu unterstützen. Gleichzeitig hoffe ich auch, an und mit ihnen wachsen zu können.

Indes nehme ich mir vor, die nächsten Zugfahrten für mein ganz persönliches Schreibexperiment zu nutzen: Einen Groschenheftroman à la George Simenon in weniger als drei Wochen. Der belgische Autor und Vielschreiber brauchte, so sagt man, angeblich für seine (Kriminal-)Romane im Schnitt jeweils nur eine Woche. Vielleicht, denke ich, folgt auf den dritten also noch ein vierter und fünfter Kaffee.

Göttinger Tagebuch 1

Regenwolken sammeln sich an diesem Freitag über Göttingen. Im ICE sitzen Kinder und wollen wissen, ob ich zur Arbeit gehe. Ich fahre auf eine Koferenz, antworte ich. Sie wollen wissen, was eine Konferenz ist und so antworte ich ihnen etwas bemüht, dass sich viele Menschen treffen, um sich ein Wochenende lang zu unterhalten. „Klingt anstrengend“, antwortet eines der Mädchen. Ich antworte, dass es ganz viele nette Menschen dort gibt, und es auch Spaß macht. In Göttingen angekommen spaziere ich durch den Regen und versuche dem Plan zu folgen, der sich etwas zerknüllt in der Tasche meiner Jacke befindet. In den Räumen der Universität hatte sich inzwischen schon das lebhafte Geräusch unterschiedlicher Gespräche entsponnen. Am Buffet sammeln sich die Gäste, verharren kurz, schweifen mit den Augen über die Leckerein, gehen einen Schritt weiter, kippen Kaffee in Tassen, gehen wieder einen Schritt weiter. Der drohende Herbst, mit seinem Sprühregen und dem kräftigen Wind scheint vergessen. Die Fenster sind zu, die Heizungen an, Kameras machen Bilder von uns. Später am Abend sieht man sich wieder, diesmal beim Thailänder, wieder am Buffet, vielleicht vor den Wan-Tan-Taschen oder dem green curry, das man kurz darauf in das Gewusel der Gespräche zu seinem Tisch trägt. Der Weg zur Jugendherberge führt einen Berg hinauf, warnt uns David, lacht aber und sagt, dass dies nur aus ‚Göttinger Sicht‘ ein Berg sei. Der ‚Pass‘ führt entlang pompöser alter Villen mit Fachwerk, in die wir spontan einziehen wollen. Der gelungene Tag neigt sich seinem Ende. Wir sind durchfröstelt und müde und durch die Keller der Jugendherberge hallt das Klicken der Tischtennisbälle.

Die vierte Peer- Schreib- TutorInnen Konferenz an der Georg- August- Universität in Göttingen

Wir, das Team des Schreibzentrums der Viadrina, sind gerade auf der Peer- Schreib- TutorInnen Konferenz an der Georg- August- Universität in Göttingen.
Gestern wurden wir sehr herzlich vom Schreibzentrum der Soziologie und dem Internationalen Schreibzentrum der Universität empfangen. Es gab ein sehr leckeres selbstgemachtes Buffett, mit Salaten, Kuchen, Obst und Gemüse.
Ich bin glücklich und sehr stolz bei der vierten Konferenz von studentischen SchreibberaterInnen für studentische SchreibberaterInnen dabei sein zu können. Vor vier Jahren haben wir die Konferenz an der Viadrina in Frankfurt (Oder) gegründet und noch immer treffen sich die studentischen SchreibberaterInnen und die LeiterInnen der Schreibezentren aus dem deutschsprachigen Raum. Jedes Jahr im Oktober kommen wir zusammen, um uns fortzubilden, auszutauschen und zu vernetzen. Dieses Mal sind die Schreibzentren aus Jena, Hildesheim, Bielefeld, Freiburg im Breisgau, Frankfurt (Oder), Göttingen, Wuppertal, Bayreuth und Darmstadt auf der Konferenz vertreten. Es gibt mittlerweile mehr Schreibzentren und sie setzen ihren Schwerpunkt auf die Schreibberatung von Studierenden für Studierende. Das ist eine große Bereicherung! So treffen sich hier so viele studentische SchreiberaterInnen, die alle zwar eine Ausbildung zum Beraten von Schreibprozessen erhalten haben, aber aus unterschiedlichen Städten, Ländern (es gibt sogar einen Tutor aus Tunesien!), Unis, Studiengängen und Schreibzentren kommen. Beispielsweise sind hier TutorInnen, die sich besonders auf das Beraten von internationalen Studierende spezialisiert haben, oder sich auf eine Fachrichtung, wie das Schreibzentrum der Soziologie konzentrieren.
Gestern haben wir bereits Vorträge und Seminare zu folgenden Themen besucht: „Beratung zu Zweit“, „Rollenbilder und Rollenkonflikte von SchreibberaterInnen“, Disziplinspezifische fächerübergreifende Schreibworkshops“, Interkulturalität in der Schreibberatung“, „Schreiben in der Fachlehre: Hausarbeiten beginnen mit Themenfindung im Fachseminar“, „Hilfe zur Selbsthilfe? Das Modellprojekt help.me der Friedrich- Schiller- Universität“. Wir werden von den Vorträgen und Wokshops berichten, aber zuerst genießen wir weiterhin den zweiten Tag der Konferenz!

Madison Area Writing Center Colloquium

Einmal im Monat gibt  es hier ein Writing Center Colloquium für die ganze Region. Ziel ist es, Graduate Students, die vorhaben, später professionell im Schreibzentrumsbereich arbeiten, die Möglichkeit zu geben, in das Feld hineinzuwachsen. Auch Undergraduates sollen die Möglichkeit bekommen, mehr zu erfahren über Schreibzentrumsarbeit, wenn sie das möchten. Und professionelle Schreibzentrumsleute aus der ganzen Region bekommen hier die Gelegenheit, sich über Berufliches auszutauschen und sich zu vernetzen.

Bei dem Colloquium am Donnerstag waren ca. 20 Leute anwesend, die sich bunt gemischt aus den drei oben genannten Gruppen zusammensetzten. Thema des Abends war, ob und wie Schreibzentren mit Lehrenden zusammenarbeiten sollten, d.h. Aufgaben von writing-across-the-curriculum-Programmen übernehmen sollten. Der Austausch zu diesem Thema basierte auf drei Kapiteln aus dem Buch „Academic Writing Consulting and WAC“ von Jeffrey Jablonksi (von 2006).

Ich fand die Texte aus zwei Gründen interessant:

Methodisch könnte das Vorgehen von Jablonski für mich zu einem Vorbild werden für mein eigenes Vorhaben, Schreibzentrumsleiterinnen und -leiter zu interviewen und deren Wissen zu abstrahieren. Jablonski stellt nämlich vier Leute vor, die verschiedene Erfahrungen mit dem Aufbau von Kooperationen mit Lehrenden haben und die er ausführlich und mehrfach interviewt hat. Er sieht in seinem Vorgehen eine Möglichkeit, kritische Reflexionen über vergangene Praxis anzuregen. Mir hat gut gefallen, wie er Interviewteile in seine Porträts einbaut, die Leute also selbst sprechen lässt, und dann seine Reflexionen anschließt: lesenswert!

Inhaltlich haben mich die Texte angeregt, darüber nachzudenken, wie sich Zusammenarbeit mit Lehrenden besser gestalten lässt. Einerseits gibt es die klassischen „service-orientierten“ Modelle, bei denen man Workshops anbietet oder in 1:1-Gesprächen bei der Entwicklung von Schreibaufgaben und schreibintensiven Settings hilft. Darüber hinaus gibt es aber auch die Möglichkeit, in Form gemeinsamer Forschungsprojekte herauszuarbeiten, was und wie in den Fächern geschrieben wird und wie sich das am besten vermitteln lässt. Jablonski schlägt für solche Zusammenarbeiten vor, gemeinsame Forschungsanträge zu schreiben und immer auch Publikationen zu planen, damit beide Seiten in ihren Rollen als Experten und Forschende ernst genommen werden.

Das Colloquium war für mich ein guter Anstoß, mich mit den Texten zu befassen und darüber nachzudenken, Schreibzentren auch in dieser Richtung weiter zu denken. Wie Brad so schön meinte: Es ist für ein Schreibzentrum zunächst das wichtigste, ein gutes Team und gute interne Zusammenarbeit aufzubauen. Das ist wichtig, weil man nur guten Gewissens Öffentlichkeitsarbeit machen kann, wenn man weiß, dass das eigene Team professionelle, gute Arbeit macht. Aber wenn man an diesem Punkt stehen bleibt, verpasst man auch Chancen, weiter zu gehen und die Unikultur nachhaltiger zu verändern.

Natürlich ist das immer auch eine Frage der Ressourcen. Auch dafür fand ich den Text erhellend: eine Frau beschreibt darin, dass sie erst gemerkt hat, wie sehr sie sich eigentlich überarbeitet und für ihr Schreibzentrum aufreibt, als sie mit zwei verschiedenen Schuhen an den Füßen in der Uni rumlief. Notiert habe ich mir: „A writing center’s efforts should match ists resources“. Andererseits: wenn wir uns an dieses Credo immer gehalten hätten, wären wir in Frankfurt (Oder) nicht da, wo wir jetzt sind!

Über diese Frage hätte ich im Colloquium gerne noch mehr geredet, aber die Zeit verging wie im Flug und dazu sind wir nicht mehr gekommen. Vielleicht beim nächsten Mal!

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