Writing Center Professionals Meeting: Wie stellen wir unsere Arbeit dar und brauchen wir Zertifizierungen?

Bei meinem Besuch in den Twin Cities (Minneapolis und St. Paul) hatte ich auch die Gelegenheit, an einem Treffen der Writing Center Professionals der Region teilzunehmen, das an der Hamline University in St. Paul stattfand. Diese Treffen finden vierteljährlich statt und die Teilnehmenden kommen von Schreibzentren verschiedener Unis, Colleges, Community Colleges und High Schools. Dieses Mal waren 28 Leute versammelt. In einer kurzen Runde stellten sich zunächst alle vor und nannten, als kreative Einlage, ein Wort zu dem sie eine Hassliebe haben. Meins ist „patience“, weil ich mir hier immer wieder klar machen muss: Es braucht Geduld und Ausdauer, um Schreibzentren zu etablieren.

„How to explain ourselves to faculty“

Das erste Thema des Treffens war „How to explain ourselves to faculty“, ein Thema, das auf der E-Mail-Liste des Netzwerks wohl schon öfter angesprochen worden war. Es ging also darum, wie schwierig es sein kann, die eigenen Arbeit Lehrenden zu erklären – ich kam mir sofort ganz heimisch vor! Alle Anwesenden hatten schon die Erfahrung gemacht, dass Selbstbild und Fremdbild innerhalb der eigenen Uni mitunter weit auseinander gehen. Eines der schöneren Missverständnisse ist, dass Schreibzentren magische Orte sind. Wie durch Zauberei können Studierende, die uns besuchen, hinterher perfekt schreiben! Obwohl auch Lehrende aus eigener Erfahrung wissen, dass man beim Schreiben nie auslernt und man immer wieder auf neue Herausforderungen stößt, wird von Studierenden oft erwartet, dass sie es irgendwann einfach können. D.h. es wird erwartet, dass Schreibzentren für Studierende irgendwann nicht mehr nötig sind. Demgegenüber machen wir die Erfahrung, dass gerade erfahrene Schreibende Schreibzentren gerne aufsuchen, weil sie wissen, wie wertvoll Gespräche über ihre Texte mit professionell geschulten Tutoren sind.

Sehr weit verbreitet scheint auch die Ansicht zu sein, dass es „früher“ ein goldenes Zeitalter gab, in dem die Studierenden noch ordentlich schreiben konnten, während heutzutage alles den Bach runter geht. Deshalb braucht man wohl Schreibzentren – die heutigen Studierenden haben es halt nötig! Aus unserer Perspektive ist es dagegen völlig normal, wenn insbesondere Anfänger beim wissenschaftlichen Schreiben mit Schwierigkeiten kämpfen. Es ist klar, dass es keinen Spaß macht, solche Texte zu lesen, aber ohne ausführliches und konstruktives Feedback werden sie nicht besser werden. Uns ist außerdem klar, dass es kein allgemeingültiges „how to do it“ gibt beim Schreiben, aber wer sich nicht mit Schreibprozessen auseinandersetzt, weiß das oft nicht.

Eine Kollegin berichtete von einer Sitzung, in der Lehrende sich über die schlechte Qualität studentischer Texte beklagten. Daraufhin habe ein Professor gefragt, ob diese Lehrenden wüssten, wie man eine leckere und ausgewogenen Mahlzeit zubereitet. Er erklärte, dass wir das alle wüssten, aber im Alltag doch oft nur schnell was aufwärmen, einfach, weil wir es nicht täglich schaffen können, ein perfektes Essen zuzubereiten. Und er fragte, ob die schlechten Texte nicht vielleicht einfach daran lägen, dass auch die Studierenden, die eigentlich bessere Texte schreiben könnten, nicht die Möglichkeit haben, jedes Mal etwas Perfektes zu liefern, weil der Studienalltag viel zu voll sei. Ich fand das eine interessante Perspektive. Hier ist es ja so, dass alle Texte im laufenden Semesterbetrieb geschrieben werden. Bei allen Nachteilen, die das in Deutschland verbreitete einsame Schreiben in der vorlesungsfreien Zeit mit sich bringt, hat es so doch immerhin eine priveligierte Stellung im Studienalltag.

Writing Center Professionals in der Hamline University

Writing Center Professionals in der Hamline University

Das Fazit der Diskussion war zum einen, dass es zwar vorkommt, dass Studierende von Lehrenden mit falschen Vorstellungen ans Schreibzentrum verwiesen werden, aber es trotzdem schön ist, wenn sie kommen und an uns liegt, was wir dann draus machen. Zum anderen wurde festgehalten, dass es schlichtweg zu unseren Jobs dazu gehört, immer und immer wieder zu erklären was wir machen. Wir haben selbst auch falsche Vorstellungen von dem, was andere Menschen machen, also sollten wir nicht erwarten, dass Außenstehende wissen, was wir tun.

Es gab einige interessante Beispiele für erfolgreiche Kooperationen. So haben mehrere Schreibzentren „Advisory Boards“, also eine Art Beirat, mit Mitgliedern aus verschiedenen Bereichen der Institutionen. Andere bitten Lehrende verschiedener Fakultäten, an den Bewerbungskommissione für neue Tutoren teilzunehmen, weil diese dabei sehen können, wie sorgfälitg die aktuell arbeitenden Tutoren ausgebildet wurden und wie professionell sie in der Bewerbungskommission handeln. Auch einen „Faculty Guide to the Writing Center“ haben viele Schreibzentren.

Zertifizierung der Tutorenausbildung?

Das zweite Thema des Treffens war die Zertifizierung von Tutorenausbildungen nach bestimmten Qualitätsstandards. Ebenfalls ein Thema, das mir bekannt vorkam und das derzeit in Deutschland genauso aktuell ist (siehe Open Space Meeting im März). Es gibt ein International Tutor Training Program Certificate, das von der College Reading and Learning Association (CRLA) vergeben wird. Dabei wird zertifiziert, ob die Ausbildung die studentischer Tutoren einen gewissen Umfang und gewissen Inhalte hat, wie sie evaluiert und die Tutoren geprüft werden und ob institutionelle Mindeststandards bei den Rahmenbedingungen gegeben sind. Die Zertifizierung kostet natürlich Geld und muss in regelmäßigen Abständen aufgefrischt werden.

Das Fazit der Diskussion: Einerseits stellt sich die Frage, ob ein Zertifikat, dass nicht speziell auf Schreibzentren zugeschnitten ist, unserer Arbeit, ihrem besonderen pädagogischen Hintergrund und den unterschiedlichen institutionellen Kontexten gerecht werden kann. Andererseits ist es den Uni-Verwaltungen oft wichtig, solche Zertifikate haben und zeigen zu können. Wenn sie die personellen und finanziellen Mittel zur Verfügung stellen, damit wir uns dem Zertifizierungsprozess unterziehen können, spricht eigentlich nichts dagegen, weil unsere Tutorenausbildungen oft über die geforderten Mindeststandards hinaus gehen. Auf jeden Fall kann die Zertifizierung bei der Neugründung von Schreibzentren nützlich sein, weil sie moralische Unterstützung sein kann, um einen Rahmen festzulegen und diesen dann auch dauerhaft beizubehalten – denn das Zertifikat muss ja regelmäßig erneuert werden.

Abschließend wurden verschiedene Round Tables, Konferenzen und Tagungen angekündigt und ein neuer Termin und ein neuer Ort und Themenvorschläge für das nächste Treffen bestimmt. Ich habe die Gelegenheit genutzt, auch das Schreibzentrum der Hamline University anzugucken. Die dortige Lösung ist, das Schreibzentrum innerhalb der Bibliothek zu platzieren – ohne Wände dazwischen, sehr präsent und sichtbar für alle dort lernenden Studierenden. Es waren leider keine Studierenden mehr da, aber ich kann mir vorstellen, dass das gut funktionieren kann.

Writing Center Hamline

Blick zur Rezeption und zu Tutoring-Ecken

Tutoring spaces

Blick in die offene Tutoring-Ecke in der Bibliothek

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Center for Writing – University of Minnesota, Minneapolis

Gestern hatte ich Gelegenheit, das Center for Writing an der University of Minneapolis zu besuchen, ein sehr schönes und großes Schreibzentrum, das verschiedene Programme vereint. So bietet es neben der Schreibberatung für Studierende auch Unterstützung von Lehrenden beim Unterrichten mit Schreiben an, fördert Schreibforschung – auch finanziell! – und arbeitet mit Lehrerinnen und Lehrern vom Kindergartenlevel bis zur Highschool zusammen. Die verschiedenen Programme arbeiten einerseits autonom und mit eigenen Personal, kooperieren aber andererseits eng miteinander und sind auch räumlich gemeinsam untergebracht, in Büros und Sitzungsräumen im hinteren Teil des Schreibzentrums. Es gibt an dieser Uni ein Department for Writing Studies, und diesem ist das Schreibzentrum formal angegliedert. Praktisch wird es aber als eigene Einheit wahrgenommen.

Campus in Minneapolis

Campus in Minneapolis

Die Schreibberatung findet an verschiedenen Orten statt. Im Schreibzentrum selbst kann man Termine ausmachen, es ist jeden Tag ganztätig geöffnet, genauso wie ein zweiter Raum in einem anderen Gebäude auf dem Campus, wo man aber ohne Anmeldung kommen kann. Außerdem gibt es Online-Beratungen per Chat. Und schließlich haben noch die Uni-Athleten eine eigene Zweigstelle des Schreibzentrums. Die Sportler unter den Studierenden sind hier in den USA sehr wichtig, weil die Unis sich ganz stark mit ihren Sport-Teams identifizieren. Die Spiele werden oft im Fernsehen übertragen, die Uni-Shops sind voll von Fanartikeln und gute Sportler werden von den High Schools gezielt mit Stipendienangeboten abgeworben. Entsprechend sorgt man sich auch um diese Studierenden, die die Athleten der Uni sind. Vor ein paar Jahren gab es an dieser Uni Vorwürfe, dass den Sportlern beim Schreiben der Hausarbeiten zu sehr geholfen wurde. Deshalb hat die Abteilung sich dann ans Schreibzentrum gewandt. In dem Wissen, dass die Tutoren gut ausgebildet sind und den Ratsuchenden keine Arbeit abnehmen, wurde die Schreibzentrums-Zweigstelle für die Athleten eingerichtet.

Tutoring Arbeitsplatz

Einer der Schreibberatungsplätze

Die Schreibberatenden arbeiten abwechselnd in allen vier Locations. Interessant finde ich, dass „Peer Tutoren“ hier nicht nur Studierende sind. Jeder, der das Schreibzentrum betritt, ist ein Schreibender, und jeder, der dort arbeitet, auch. Die gleichberechtigte Ebene, das „Peer sein“, wird also mehr über die Identität als Schreibende/r definiert als über die Stellung in der Studienabschluss-Hierarchie. Undergraduates, Graduates, Doktoranden und Festangestellte arbeiten gleichberechtigt nebeneinander. Wer Termine ausmachen möchte, kann sich auf der Team-Homepage angucken, wer alles Schreibberatung macht und einen entsprechenden Termin wählen. Offenbar klappt das sehr gut, denn das ganze Team ist gleichmäßig ausgelastet. Übrigens beteiligen sich auch alle am Rezeptionsdienst.

Blick in die zweite Location des Schreibzentrums

Blick in die zweite Location des Schreibzentrums

Für jeden Beratungstermin wird auch Vorbereitungszeit für die Beratenden eingeplant. Die ganze Organisation läuft elektronisch. Die Ratsuchenden bekommen mit der Anmeldung eine Deadline für das Hochladen ihres Textes und ihrer Fragen zum Text. Wenn sie bis dahin etwas einreichen, wird automatisch Vorbereitungszeit in den elektronischen Dienstkalender der Beratenden eingetragen. Aber natürlich kann man auch kommen, wenn man vorher keinen Text einreicht. Auch für die Online-Beratung gibt es eine eigene Plattform, auf der die Gesprächspartner neben dem Chatfenster auch den Text mit allen Änderungen sehen und simultan am Text arbeiten können.

Neben der Anmeldung und der Onlineberatung läuft auch die ganze Statistik und Dokumentation sehr automatisiert ab. Und es gibt einen internen Blog für das Team, in dem sich alle Mitglieder  –  über 40 Leute aus verschiedenen Disziplinen und aus unterschiedlichen Nationalitäten – rege über Beratungssituationen, Fragen, Tipps und Erlebnisse austauschen. Natürlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Entsprechend gibt es im Team auch zwei Technikspezialisten, die nur dafür da sind, das Schreibzentrum in diesen Dingen zu unterstützen.

Blick vom Flur zum Schreibzentrum

Bemerkenswert ist auch , dass die Universität das Schreibzentrum bei der Umgestaltung des Gebäudes, in dem es sich befindet, eingeplant hatte. So konnten das Team die Pläne mitgestalten und den Raum entsprechend designen. Es gibt einen Teil, der Computer Lab ist und den die Studierenden einfach nutzen können, dann Beratungsplätze mit halb transparenten Raumteilern dazwischen, außerdem Sofa- und Sesselecken, einen großen Tisch für Teamgespräche oder Pausen, natürlich die Rezeption und weiter hinten dann Büros und Platz für Teamtreffen. Vor dem Schreibzentrum, also im Flur, ist auch nochmal eine Lounge mit Sesseln und Tischen, wo Studierende einfach abhängen können, das fand ich sehr gelungen und einladend.

Ich konnte den ganzen Tag Gespräche führen und bei Beratungen hospitieren, sowohl online als auch live, und habe wieder viele interessante Einblicke und Anregungen bekommen!

Wie organisiert man ein großes Schreibzentrum?

Meine Kolleginnen aus dem Schreiblabor Bielefeld haben gefragt, wie am hiesigen Schreibzentrum die „Meeting-Struktur“ aussieht. Dahinter steckt die Frage, wie man bei einem wachsenden Schreibzentrum eine Kommunikationsstruktur aufbauen kann, die es ermöglicht, miteinander zu denken und einander gegenseitig zu fördern und trotzdem effizient zu arbeiten. Ich stelle hier nun vor, wie diese Kommunikationsstruktur – ganz grob gezeichnet – aussieht. Nicht, um daraus verallgemeinerbare Aussagen abzuleiten, sondern um einen Einblick in ein Schreibzentrum zu geben, das besonders groß ist und besonders vielfältige Aufgaben hat.

Zunächst noch einmal zur Erinnerung: Zum Team des hiesigen Schreibzentrums gehören über hundert Leute.

Staff Writing Center UW Madison

Die Teaching Assistants und Professional Staff Herbst 2011

Als Schreibtutoren arbeiten 54 Graduate Students (angestellt als Teaching Assistants), außerdem arbeiten 47 Undergraduate Students als Writing Fellows und weitere arbeiten an der Rezeption des Schreibzentrums.

Das Leitungsteam besteht zur Zeit aus fünf festangestellten Mitarbeitern mit folgenden Stellenbezeichnungen: Writing Center Director und Writing Across the Curriculum Director (in einer Person), Associate Director, Undergraduate Writing Fellows Director, Writing Center Science-Writing Specialist, Writing Center Administrator.

Zu diesem festen Leitungsteam gesellen sich mehrere Promovierende in Leitungspositionen, deren Verträge jeweils ein bis zwei Jahre laufen. Das sind folgende Positionen:

  • TA Assistant Director Writing Center
  • TA Assistant Director Writing Fellows Program
  • TA Assistant Director Writing Across the Curriculum
  • TA Assistant Director Writing Center Multicultural Initiatives / TA Coordinator
  • TA Assistant Director Writing Center Outreach/ TA Coordinator
  • TA Assistant Director Online Writing Center

Außerdem haben noch zwei Undergraduate Students Leitungspositionen, in denen sie die Direktorin und die die Assistant Direktorin bei ihrer Arbeit unterstützen.

Und wie sieht nun die Kommunikationsstruktur aus?

Teammeetings

Teammeetings mit der gesamten Gruppe gibt es nur einmal im Jahr. Teammeetings mit allen Graduates oder allen Undergraduates finden 4-5x im Semester statt. Das Leitungsteam, inclusive der TAs, trifft sich zu Semesterbeginn und zum Semesterabschluss und außerdem nach Bedarf, je nachdem, was anliegt. Im Dezember haben wir uns viermal getroffen. Einmal, um Ideen für Weiterbildungen zu sammeln, einmal um die Workshops für das nächste Semester zu planen, einmal zur Auswertung des Semesters, und zweimal waren es Treffen für „Strategic Planning“. Bei den letzteren ging es um die Frage, wie sich die Arbeit des Schreibzentrums noch verbessern lässt – trotz harter Zeiten, in denen jede Einheit an der Uni 8% einsparen muss. Das Team hat gemeinsam überlegt, wie die verschiedenen Interessengruppen des Schreibzentrums in eine strategische Planung einbezogen werden können. Ich war sehr beeindruckt davon, dass hier kontinuierlich darüber nachgedacht wird, wie sich die Arbeit des SZ verbessern lässt, wo doch aus meiner Sicht alles hervorragend läuft und eigentlich auch alle genug zu tun haben – und nun trotzdem noch eine Umfrage entwickeln und durchführen. Darüber hinaus gibt es natürlich Treffen der Teams der einzelnen Projekte.

Meeting

Einzelgespräche

Ein sehr wichtiges weiteres Element sind die Einzelgespräche, die z.B. Brad mit allen Teammitgliedern hat. Je nachdem, wieviel Erfahrung die Teammitglieder schon haben, trifft er sich mit ihnen ein- oder zweimal pro Woche um anliegende Aufgaben abzusprechen, zu hören wie es läuft und Feedback zu geben. Entsprechend voll ist sein Kalender mit diesen Meetings, aber seiner Erfahrung nach ist das trotzdem effektiver als mehr Teammeetings, da die Aufgaben klar verteilt sind und nicht alle von allen wissen müssen, was sie gerade tun. In diesem Zusammenhang hat mir der Nutzen elektronischer Kalender sehr eingeleuchtet, in dem die vielen wiederkehrenden Meetings automatisch auftauchen. Zur Frage, ob und warum Graduate Students Leitungspositionen haben sollten, gibt es übrigens etliche Publikationen. Brad betont, dass er es sehr wichtig findet, ihnen diese Möglichkeit zu geben und bezeichnet die Einzelgespräche daher manchmal auch als Mentoringtreffen.

Dokumentation

Aufgefallen ist mir außerdem, dass alle Arbeit sehr gut dokumentiert wird. In unserem Büro steht ein Aktenschrank, in dem sämtliche Ablaufpläne und Arbeitsblätter zu Workshops, Trainings, etc. gesammelt sind. Wenn Stephanie beispielsweise eine Arbeitseinheit zusammen mit einem Chemieprofessor plant, dann kann sie auf die Erfahrungen ihrer Vorgängerinnen zurück greifen. Außerdem gibt es für die Aufgabenbereiche auch Flowcharts, also Grafiken, die festhalten, welche regelmäßig wiederkehrenden Aufgaben wann im Semester anstehen. Zum Semesterende wird außerdem jedesmal eine Statistik mit den Beratungszahlen, Workshopteilnahmen und Evaluationsauswertungen erstellt und im Leitungsteam diskutiert.

Einblick in den Aktenschrank

Handbücher

Eine wichtige Ressource sind außerdem die Handbücher, die das Schreibzentrum für seine verschiedenen Aufgabenbereiche entwickelt hat. So gibt es das Sourcebook für schreibintensive Lehre, ein Übersichtsbüchlein über das Schreibzentrum und über wichtige Regeln für die Schreibberatenden und einen Reader mit den wichtigsten Lektüreempfehlungen für die Schreibberatenden.

Alles in allem denke ich, dass es sehr wichtig ist, Aufgaben klar zu verteilen, Strukturen für eine regelmäßige Kommunikation zu schaffen und alles so zu dokumentieren, dass die Übergaben von einer Person zur anderen möglichst reibungslos verlaufen – denn die Assistant Directors hier wechseln ja alle ein bis zwei Jahre. Brad meinte, dass er aus verschiedenen Management-Büchern viel gelernt habe. Doch dazu ein andernmal mehr!

unser Schreibzentrum in der Zeit, zumindest der Zeit online

unser Schreibzentrum in der Zeit, zumindest der Zeit online

hier der Link 😉

Ein frohes neues Jahr, auf mehr Publicity, Schreibensfreude und viele Geschichten

Schaut her schaut her, wir sind in der Zeit, juchei.

Wir wünschen allen ein schönes neues Jahr!

Für viele Hochschulen und Schreibzentren beginnt das Jahr gut!

Im Rahmen des Qualitätspaktes für Lehre erhalten einige Hochschulen Unterstützung, um  die Studienbedingungen und Lehrqualität  zu verbessern. Einige Hochschulen haben die finanziellen Mittel auch dafür erhalten, um  Schreibzentren zu gründen oder ihre Schreibzentren weiter auszubauen. Da ist ein gutes und positives Zeichen für die Schreibzentrumsarbeit.

Wir in Frankfurt (Oder) haben auch viele Gründe zu feiern! Am Dienstag, den 13.12.2011 gab das Bundesministerium für Forschung und Bildung bekannt, welche Hochschulen im Rahmen des „Qualitätspakts für Lehre“, Unterstützung erhalten und wir sind dabei! Wir sind so wahnsinnig stolz, denn das Herzstück unseres Antrages ist der Aufbau eines Peer Tutorenprogrammes an unserer Hochschule.

Neben anderen wichtigen Neuerungen werden in Zukunft in einem dreigliedrigen Ausbildungsmodul Peer Tutoren für die Fakultäten, für das Career Center, für das Zentrum für Interkulturelles Lernen, für das Sprachenzentrum und für das Schreibzentrum der Europa- Universität Viadrina ausgebildet.

Unser Schreibzentrum konnte mit der Idee des Peer Tutorings nicht nur unsere Hochschule überzeugen, sondern auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten und wir sind glücklich, mit vollen Kräften in das neue Jahr zu starten. Eines der schönsten Geschenke, das unser Schreibzentrum 2012 bekommen konnte.


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