Gut gegründet – Die Gesellschaft für Schreibdidaktik und Schreibforschung nimmt ihre Arbeit auf

Göttingen, am 21. Januar 2013, ein Wintermärchen. Es schneit, und aus allen Himmelsrichtungen sind wir angereist zu einem großen „Date“: Nur ein Dreivierteljahr nach der Bochumer Open Space-Tagung „Vernetzung und Qualitätskriterien in der Schreibdidaktik“ gründen wir die „Gesellschaft für Schreibdidaktik und Schreibforschung“. Sie wird am Internationalen Schreibzentrum der Universität Göttingen angesiedelt sein. Damit gibt es nun endlich auch in Deutschland einen Verein, der für die Interessen einer professionellen Schreibdidaktik in der höheren Bildung, in Forschung, Praxis, Aus- und Weiterbildung durch Vernetzung und Austausch eintritt:

„Die Gesellschaft versteht sich als Vertretung von Personen, die in Hochschulen, Schulen oder in freier Praxis insbesondere im Bereich des wissenschaftlichen Schreibens lehren, beraten, vermitteln und forschen“.

So steht es auch in der Präambel der Satzung. Wir treten für die Gründung von Schreibzentren ein, engagieren uns für die Professionalisierung des Nachwuchses und für die Vernetzung der institutionell und freiberuflich tätigen SchreibdidaktikerInnen. Auch wollen wir Fachtagungen ausrichten und können uns dabei eine Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen aus dem deutschsprachigen Raum wie der Prowitec, dem Forum wissenschaftliches Schreiben in der Schweiz und der österreichischen Gesellschaft für wissenschaftliches Schreiben gut vorstellen.
Der Gründungsvorstand der Gesellschaft für Schreibdidaktik und Schreibforschung

Der Gründungsvorstand der Gesellschaft für Schreibdidaktik und Schreibforschung

Den Vorsitz übernimmt Melanie Brinkschulte (Internationales Schreibzentrum der Universität Göttingen). Als Stellvertreterin wurde Katrin Girgensohn (Schreibzentrum der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/O.) und als Schatzmeisterin Jana Zegenhagen (Lese- und Schreibzentrum der Universität Hildesheim) gewählt. Beisitzerinnen sind Andrea Frank (Schreiblabor der Universität Bielefeld), Eva-Maria Lerche (Kompetenzzentrum Schreiben der Universität Paderborn), Ulrike Lange und Maike Wiethoff (Schreibzentrum der Ruhr-Universität Bochum) und Daniela Liebscher (als Vertreterin der FreiberuflerInnen). Die Kassenprüfung übernehmen Ella Grieshammer und Annett Mudoh (Internationales Schreibzentrum der Uni Göttingen).

Der Vorstand wird jetzt die erste Mitgliederversammlung organisieren, Mitglieder werben und sich auf den nächsten Fachtagungen vorstellen. Die erste Mitgliederversammlung findet am 26. September 2013 in Bochum statt – einen Tag vor der Peer-Schreib- TutorInnen-Konferenz des Schreibzentrums. Erste Informationen darüber wird es schon Mitte Februar auf der Prowitec-Tagung in Hamburg geben.

Nach unserer intensiven vierstündigen Sitzung laufen wir nun durch den Schnee zurück zum Bahnhof. Der Winter hat den Fahrplan durcheinandergewirbelt. Aber wir sind guter Dinge. Die „Gesellschaft“ ist auf den Weg gebracht, die Reise kann losgehen….

Und für alle, die sich der Reise anschließen wollen:

  • Mitglied werden! Beitrittsantrag ausfüllen und abschicken.
  • In die Mailing-Liste eintragen: gesellschaft@schreibdidaktik.de
  • Auf Tagungen, Konferenzen und Treffen über die „Gesellschaft“ reden und für sie werben.
  • Diesen Blogbeitrag verlinken.
  • Spenden für die Organisation der ersten Mitgliederversammlung, da wir noch keine Mitgliedsbeiträge erheben.
  • Zur Mitgliederversammlung kommen und mitbestimmen.

Über DaLi
Die Schreibkultur in der Geschichtswissenschaft fand ich als Doktorandin alles andere als ermutigend. Meinen Spaß am Schreiben habe ich dann dank meiner Ausbildung zur Schreibtrainerin für wissenschaftliches Schreiben wiederentdeckt, also außerhalb der Universität. Seitdem unterrichte ich wissenschaftliches Schreiben an Hochschulen, inzwischen fächerübergreifend. Aber immer wieder treffe ich Studierende, Promovierende und Lehrende der Geschichte, die über das Schreiben klagen. Ja, klar, die Geschichtswissenschaft braucht das Schreiben. Aber für mich ist auch klar: Das Schreiben in der Geschichtswissenchaft geschieht erstaunlich gedankenlos. Es wird Zeit, sich Gedanken zum Schreiben machen. Wie es ist. Wie es dazu kam. Wie es besser sein könnte.

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