Schreiben in der Nacht am 02.03.2017

Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten an der Viadrina

Seit Ende der Vorleshab die ganze Nacht an dir geschriebenungszeit schlummert die Hausarbeit unvollendet in einer dunklen Ecke des Schreibtisches. Nun rückt der Abgabetermin näher. Doch bevor echte Torschlusspanik einsetzt, lädt das Schreibzentrum der Europa-Universität Viadrina zum gemeinsamen Schreib-Endspurt in der Universitätsbibliothek ein. Bei der mittlerweile 8. Langen Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten am 2. März 2017 können Schreibende zwischen 16 und 1 Uhr intensiv und in produktiver Atmosphäre an ihren Texten arbeiten, sich untereinander austauschen und die Nacht zum (Arbeits-)Tag machen. Eingeladen sind Studierende, Promovierende und Schreibende aller Fakultäten, egal ob es sich bei ihren Schreibprojekten um Hausarbeiten, Essays, juristische Gutachten oder Bewerbungsschreiben handelt. Allen fleißigen Nachteulen stehen dabei die Peer Tutor*innen vom Schreibzentrum unterstützend zur Seite. Sie bieten Schreibberatungen, kurze Workshops und kreative Schreibübungen. Geplant sind:

  • Schreibeinstimmer: In den Schreib-Flow kommen
  • Clustern: Effizient Überblick gewinnen
  • Lesetechniken für wissenschaftliche Texte
  • Fragestellung finden
  • Zitiere ich noch oder plagiiere ich schon?
  • Feedbackkonferenz
  • Workshop „Klausuren Schreiben“
  • Präsentation von Dr. Thomas Bode (Jura) zum Thema Prokrastination

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Jede*r kann vorbeikommen, gern Hausschuhen, Laptop, Papier und Stiften im Gepäck. Weitere Infos finden sich hier.

Das Schreibzentrum der Viadrina veranstaltet die Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten 2017 in Kooperation mit der Universitäts-Bibliothek.

Learning about Writing Fellow Programs

Almost three exciting weeks are lying ahead of us. We, Franziska Liebetanz and Simone Tschirpke, two staff members of the Viadrina Writing Center (Frankfurt/Oder, Germany), are staying in the US, in order to learn more about writing fellow programs, about writing center work in general but also in order to reflect on our own practice back home.

For this educational journey, Franziska got a grant from ReiseLectureN/ VW. One important tasks is to find out, what writing fellows, teachers and the coordinators of other writing fellow programs think about the program: What works well? What needs to be improved? When can you call a writing program a writing fellow program and how flexible can a writing fellow program be? Answers to those questions can be useful in order to reflect, adjust and/or improve our own writing fellow program, that we started in 2013 in cooperation with the writing center of the Goethe University Frankfurt/Main. Furthermore, the knowledge and insights gained from other projects will also be helpful when transferring the idea of a writing fellow program to other universities.

In order to learn more about writing fellow programs and writing centers in general, we have the great opportunity to stay for a little more than a week at the writing center of the University of Wisconsin-Madison. We will meet its director Brad Hughes, from whom we learned so much about writing fellow program. Additionally, we will visit the Center for Writing-based Learning at the De Paul University in Chicago as well as the Norman H. Ott Memorial Writing Center at the Marquette University and the Writing Center of the University Wisconsin-Milwaukee, which are both located in Milwaukee. We’ll end our journey with a visit to the IWCA Conference in Pittsburgh where Franziska and Anja Poloubotko, coordinator of the Multilingual Writing Center of the Leibniz University of Hannover, will do a presentation about the history of German Writing Centers.

Neue PeerTutoring-Ausbildung an der Viadrina: Die ersten Abschlüsse wurden gefeiert

Der letzte Freitag der Vorlesungszeit im Sommer 2013 war ein ganz besonderer Tag an der Europa-Universität Viadrina. Die Abschlusspräsentationen der frisch ausgebildeten Peer TutorInnen fand im Schreibzentrum satt.

IMG_8398Das Schreibzentrum hatte mit seinem Konzept des Peer Tutorings (PT) 2011 die KollegInnen anderer Abteilungen der Viadrina überzeugen können, dieses als ein zentrales Element in den Antrag der Viadrina im Qualitätspakt Lehre aufzunehmen. Auch das BMBF ließ sich überzeugen und so konnte die Viadrina ab April 2012 das Konzept des PT auf die gesamte Universität ausdehnen. Die Ausbildung der Schreib Peer TutorInnen ist damit ein Teil einer gemeinsamen, universitätsweiten Ausbildung geworden.

Im neu entstanden Zentrum für Schlüsselkompetenzen und Forschendes Lernen http://www.europa-uni.de/de/struktur/zfs/index.html werden mit Beteiligung des Schreibzentrum, des Zentrums für Interkulturelles Lernen und des Career Centers Studierende als Peer TutorInnen für alle drei Fakultäten der Viadrina ausgebildet. Sie arbeiten anschließend entweder in der Fachlehre oder als  Peer TutorInnen für Interkulturelle Kompetenzen, für allgemeine Schlüsselkompetenzen und für das Schreiben.

„Der Begriff des Peer bedeutet unter anderem Kollege, Gleichaltriger, Gleichgestellter. Peertutoring ist demnach eine Lern- bzw. Beratungssituation zwischen Gleichgestellten. Im Gegensatz zu einer klassischen Beratungssituation, beispielsweise zwischen Dozentin und Studierendem, gibt es hier kein Autoritätsverhältnis, sondern eine symmetrische Machtbeziehung zwischen der Tutorin und ihrem Kommilitonen.
Wesentlich beim Peer Tutoring ist, dass die Tutorin oder der Tutor kein Hilfs- oder Ersatzlehrer ist. Peer TutorInnen bieten Hilfe zur Selbsthilfe an und agieren als Lernbegleiter. Durch Moderations- und Beratungstechniken werden Kommilitonen dazu angeregt, eigene Lernprozesse und Probleme aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und ihr eigenes Handeln zu reflektieren. Im Einzelgespräch, in der Peer Gruppe oder im Peer Training entstehen gemeinsam Ideen für Lernwege und zur Lösung von Problemen.“
(Quelle: http://www.europa-uni.de/de/struktur/zfs/peer-tutoring/Was-ist-PT1/index.html 31.07.2013).

Die Ausbildung ist folgendermaßen aufgebaut:

AusbildungsgrafikNEU

Das Grundmodul „Wissen schaffen im Team“ belegen alle Peer TutorInnen gemeinsam, dann gehen sie je nach Interesse in die fachspezifischen Module. Die SchreibtutorInnen besuchen beispielsweise im Modul „Lernprozesse begleiten“ das Seminar „Wissenschaftliches Schreiben lernen und Schreibprozesse begleiten.Anschließend absolvieren sie das Modul „Peer Tutoring in der Praxis“ mit dem Seminar „Theorie und Praxis der Schreibberatung“.

Die Peer TutorInnen für Interkulturelle Kompetenz belegen auch zuerst gemeinsam mit allen anderen zukünftigen Peer TutorInnen das Grundlagenmodul „Wissen schaffen im Team“ um anschließend das  fachspezifische Modul „Lernprozesse begleiten“ „Peer Tutoring für Interkulturelle Kompetenz im Hochschulkontext – Methoden, Beratung und Workshops“ zu belegen. Abschließend nehmen sie im Modul „Peer Tutoring in der Praxis“ am Seminar „Peer Tutoring in der Praxis – Begleiteter Praxiseinsatz“ teil.

Alle Module sind im Curriculum der Universität verankert und alle Studierende können die Seminare besuchen, auch wenn er/sie nicht beabsichtigt, Peer TutorIn zu werden. Die kontinuierliche Arbeit an einem reflexiven ePortfolio im Modul E-Portfolio- Gespräch (http://www.mahara.at/) ist ebenfalls ein Element, welches die gesamte Ausbildung begleitet.

 

Bei der Abschlusspräsentation stellten die Peer TutorInnen ihr Präsentationsportfolio, welches aus einer Vorstellung aller besuchten Module besteht und ihre wichtigsten Lern- Und Lehrerfahrungen dokumentiert.

IMG_8350Ich war tief von der Abschlussveranstaltung beindruckt, da alle frisch ausgebildeten Peer TutorInnen unglaublich viel für die Ausbildung geleistet hatten. Sie haben sich theoretisch und praktisch umfassend mit ihren jeweiligen Fachgebieten auseinandergesetzt, alles ständig in ihrem ePortfolio dokumentiert und reflektiert.

 

 

 

 

 

IMG_8359Ein Peer Tutor äußerte er habe gelernt, dass Gruppenarbeit nicht einfach so funktioniert und das eine Gruppe wegen einer durchdachten Methode so gut funktionieren kann. Viele Peer TutorInnen äußerten, sie haben Methoden kennen gelernt, die sie in ihrer zukünftigen Arbeit an der Universität einsetzen können und später auch als Dozierende in ihren Seminaren verwenden möchten. Einige erklärten, sie haben reflektieren gelernt. Bisher wurden sie zwar immer – bereits in der Schule-  aufgefordert zu reflektieren, aber niemand erklärte ihnen wie die Textsorte Reflexion aufgebaut ist…

 

 

 

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Mich faszinierten außerdem die Produkte der Teams, die das Grundlagenmodul „Wissen schaffen im Team“ besucht hatten. Ein Team entwickelte eine Methodenkiste für Peer TutorInnen, die didaktische Methoden zum Lernen oder zur Begleitung von Gruppenprozessen benötigen. Diese Kiste steht im Schreibzentrum und kann von allen Peer TutorInnen verwendet werden.

MethodenkisteEin weiteres Team entwickelte einen polnisch/deutsch/englischen Leitfaden für interkulturelle Katastrophen. Diese grafisch schön gestaltet Broschüre erklärt mit einem Augenzwinkern Studierenden, die an der Viadrina zu studieren beginnen, welche interkulturellen Fettnäpfchen es gibt, in die sie treten können.

Ein Leitfaden zu erfolgreichen Gruppenarbeit eines weiteren Teams fundiert die satirische Broschüre wissenschaftlich. Es entstanden auch Filme. Ein Film setzt sich mit der Frage auseinander, was eine gute Leitung ausmacht. Zu sehen waren unter anderem lauter Leitern und Leitungen.

Ich war begeistert von allen Studierenden. Sie haben eine sehr arbeitsintensive und umfangreiche Ausbildung absolviert, unglaubliche nützliche Produkte für weitere Studierende und Peer TutorInnen entwickelt. Selten habe ich als Lehrende erlebt, dass alle Studierende, trotz des großen Arbeitsumfangs alle mit ihren Leistungen pünktlich fertig waren, sogar Produkte erschufen und so fundierte und mit so viel Liebe zum Detail und kreativer Kraft ihre ePortfolios gestalteten.

Für uns, die die Ausbildung entwickelt haben und sehr viel Arbeit und Zeit in den Aufbau des Zentrums für Schlüsselkompetenzen und Forschendes Lernen und in die neue Ausbildung der Peer TutorInnen gesteckt haben, war es ein unglaublich schönes Geschenk, die Früchte sehen zu können, die durch dieses Projekt immer reifer werden, wachsen und teilweise bereits geerntet werden können. Es gibt viele Momente, in denen ich meinen Beruf liebe und einer ist, wenn ich sehe, was Studierende geschaffen und entwickelt haben.

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Advent, Advent – ein Grenzgang des Schreibzentrums

Lebendiger Adventskalender Türchen 11Dieses Jahr hat das Schreibzentrum ein Türchen des lebendigen Adventskalenders  der Stadt Frankfurt (Oder) und Słubice gestaltet.

Seit vier Jahren öffnen verschiedene soziale, kulturelle und gewerbliche Institutionen einen Tag ihre Türen und laden alle Bürgerinnen und Bürger der Städte Frankfurt (Oder) und Słubice ein, gemeinsam eine schöne und inspirierende weihnachtliche Zeit in Frankfurt (Oder) und in Słubice zu verbringen.

Das Schreibzentrum der Viadrina hatte besonderes Glück  – wir durften in der frisch renovierten Stadtbibliothek „Biblioteka Publiczna MiG“ in Słubice unser Türchen öffnen, um mit Bürgerinnen und Bürgern sowie Studierenden beider Städte polnische, deutsche und deutsch-polnische Gedichte zu schreiben.

MIchal Zytinicec und Franziska Liebetanz

MIchal Zytinicec und Franziska Liebetanz

Für uns sind solche Anlässe bereichernd und ein wichtiger Teil unserer Arbeit. Sie ermöglichen uns, unsere Lust am Schreiben, an Texten und an Gesprächen mit Menschen auch außerhalb der Universität zu teilen. So saßen wir an einem Tisch mit mehreren Damen aus Polen und einigen Studierenden. Bei Kerzenlicht und Gebäck erprobten wir verschiedene Gedichtformen.

Es war eine Schreibrunde der besonderen Art, da nicht alle Teilnehmenden die jeweils andere Sprache konnten: Nicht alle sprachen Deutsch und Polnisch. Dennoch verfassten wir sogar Gemeinschaftsgedichte,  in denen sich die deutschen und polnischen Strophen abwechselten. Ich war gerührt, da fast  alle gemeinschaftlich verfassten Gedichte einen Sinn ergaben. Das stellten wir fest, als Michal vom Schreibzentrum und Alicja, eine der teilnehmenden Studentinnen, spontan die jeweils fremdsprachigen Textteile übersetzten. Auch die anschließend von den Teilnehmenden einzeln geschriebenen Texte waren sehr schön und ernteten viel Applaus. Wir hörten Lobpreisungen der Gewürznelke, Philosphisches zur gefrorenen Oder zwischen unseren beiden Ländern und auch viele versöhnliche Anspielungen auf das deutsch-polnische Verhältnis.

Schneefall an der Grenze

Auf der Grenze sollte ich Polnisch und Deutsch sprechen

Guten Tag! Dzień dobry!

Auf Wiedersehen! Do widzenia!

Czas istnieje – nie tak szybko – jeszcze lepiej się poznamy

Miłość, przyjaźń, przebaczenie

Schöne Weihnachtsatmosphäre

To już blisko

Już blisko Święta i Nowy Rok

Mir wurde wieder einmal bewusst, dass wir direkt an der Grenze arbeiten oder leben, wo so oft die Sprachen nicht die einzige Hürde zu sein scheinen. Und dennoch war es so schön,  zusammen an einem Tisch zu sitzen und gemeinsam zu dichten, zu lachen und zu staunen. Was für ein wunderbar weihnachtlicher Adventsnachmittag!

Teilnehmende am lebendigen Adventskalender des Schreibzentrums

Ich danke Michał, der mir so gut zur Seite stand, mit mir plante, organisierte und den ganzen Nachmittag so toll all unsere Worte und Reime übersetzte.

Die Organisatorinnen des lebendigen Adventskalenders sind:

Anna-Maria Schönfeld (Freiwilligenzentrum Frankfurt (Oder)),

Milena Manns (Quartiersmanagement / Stiftung SPI / B-L-Programm Soziale Stadt),

Stefanie Piekos (Geschäftsstraßenmanagerin / IGIS e.V.),

Katrin Becker (Frankfurter-Słubicer Kooperationszentrum).

EWCA 2012 Bulgarien

In der letzten Woche reiste ein großer Teil unseres Teams zur EWCA (European Writing Center Association) Konferenz. Dieses Mal fand sie an der American University in Blagoevgrad in Bulgarien statt.
Wir kamen im sonnigen Sophia an, verbrachten zwei schöne Tage miteinander, um dann mit dem Zug nach Blagoevgrad zu reisen. Wir fieberten der Konferenz entgegen, den vielen Beiträgen, wir freuten uns auf all die Schreibzentrumsleute, die aus Europa, den USA, den Vereinigten Emiraten usw. anreisen würden. Nicht zuletzt freuten wir uns auf die Keynotespeaker, Sarah Haas und ganz besonders auf Chris Baty der vor dreizehn Jahren, den „National Novel Writing Month“ gründete und der mit seinem Projekt jedes Jahr mehr und mehr Menschen begeistert, im November einen Roman zu schreiben.
Seit Jahren nimmt das Team unseres Schreibzentrums an Konferenzen teil. Für uns ist es ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit, uns regelmäßig fortzubilden und zu vernetzen und somit an der aktuellen Diskussion der Schreibdidaktik und Schreibforschung teilzuhaben. Darüber hinaus finden wir es wichtig, mit möglichst allen Teammitgliedern zu vereisen und bereits unseren studentischen SchreibtutorInnen die Möglichkeit zu geben, an Konferenzen, den fachlichen Austausch und der Forschung teilzuhaben.

 

    

Es ist außerdem eine schöne Gelegenheit, gemeinsam etwas zu unternehmen, sich außerhalb der Arbeit zu treffen und gemeinsam eine schöne Zeit zu verbringen. Das optimale Teambuilding 😉
In Blagoevgrad wohnten wir in einem familiären, hübschen Hotel. Von hier aus brachen wir jeden Morgen zu zahlreichen Vorträgen und Workshops auf. Wir haben uns dabei auch selbst sehr stark in die Konferenz eingebracht, indem wir Workshops und Vorträge hielten.
Simone Tschirpke und Franziska Liebetanz aus dem Schreibzentrum der Viadrina und Nora Peters (Leibniz Universität Hannover, ZfSK, Schreibwerkstatt, (http://www.zfsk.uni-hannover.de/index.php?id=schreibwerkstatt) haben am Montag einen Workshop zum Publizieren in Fachzeitschriften gegeben. Luise Herkner und Lene Albrecht (Schreibzentrum Viadrina) verzauberten die KonferenzteilnehmerInnen mit ihren Kitchen Stories. In diesem Workshop ging es darum, dass alle TeilnehmerInnen kreativ und schreibend reflektieren, welche Zutaten für eine gelungene Teamarbeit innerhalb eines Schreibzentrums notwendig sind.

Sebastian Schönbeck (Schreibzentrum Viadrina/Masterstudiengang Literaturwissenschaften) hielt gemeinsam mit Matthias Preuss (Masterstudiengang Literaturwissenschaften) einen Vortrag darüber, was Literaten uns über das Schreiben lehren können (Letters and Lectures: What literature Teaches about Writing).

Anja Poloubotko und Simone Tschirpke (Schreibzentrum Viadrina) stellten die Bachelorarbeitsgruppe des Schreibzentrums der Europa- Universität Viadrina innerhalb einer Pecha Kucha Session vor. Was ist eine Pecha Kucha? 20 Folien müssen 400 Sekunden erklärt werden, das bedeutet, für jede Folie haben die Vortragenden 20 Sekunden Zeit. So wird verhindert, dass Vortragende nicht auf den Punkt kommen.
Die AutorInnen des Buches „Zukunftsmodell Schreibberatung. Eine Anleitung zur Begleitung von Schreibenden im Studium“, Franziska Liebetanz, Nora Peters (Leibniz Universität Hannover, ZfSK, Schreibwerkstatt Hannover), Jana Zegenhagen (Lese- und Schreibzentrum der Universität Hildesheim) und Ella Grieshammer (Internationales Schreibzentrum der Georg August Universität Göttingen), stellten ebenfalls in einer Pecha Kucha Session den Entstehungsprozess ihres Buches vor.
Die Konferenz wurde sehr schön abgeschlossen. Hier hatten wir die Gelegenheit die „Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten“ allen vorzustellen und konnten die Schreibzentren aus den USA, Paris, Polen usw. begeistern, ebenfalls an der „Langen Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten“ mitzuwirken.

 

Wir wünschen allen ein schönes neues Jahr!

Für viele Hochschulen und Schreibzentren beginnt das Jahr gut!

Im Rahmen des Qualitätspaktes für Lehre erhalten einige Hochschulen Unterstützung, um  die Studienbedingungen und Lehrqualität  zu verbessern. Einige Hochschulen haben die finanziellen Mittel auch dafür erhalten, um  Schreibzentren zu gründen oder ihre Schreibzentren weiter auszubauen. Da ist ein gutes und positives Zeichen für die Schreibzentrumsarbeit.

Wir in Frankfurt (Oder) haben auch viele Gründe zu feiern! Am Dienstag, den 13.12.2011 gab das Bundesministerium für Forschung und Bildung bekannt, welche Hochschulen im Rahmen des „Qualitätspakts für Lehre“, Unterstützung erhalten und wir sind dabei! Wir sind so wahnsinnig stolz, denn das Herzstück unseres Antrages ist der Aufbau eines Peer Tutorenprogrammes an unserer Hochschule.

Neben anderen wichtigen Neuerungen werden in Zukunft in einem dreigliedrigen Ausbildungsmodul Peer Tutoren für die Fakultäten, für das Career Center, für das Zentrum für Interkulturelles Lernen, für das Sprachenzentrum und für das Schreibzentrum der Europa- Universität Viadrina ausgebildet.

Unser Schreibzentrum konnte mit der Idee des Peer Tutorings nicht nur unsere Hochschule überzeugen, sondern auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten und wir sind glücklich, mit vollen Kräften in das neue Jahr zu starten. Eines der schönsten Geschenke, das unser Schreibzentrum 2012 bekommen konnte.


Frohe Weihnachten liebe Katrin

Liebe Katrin,

frohe Weihnachten!

Wir haben heute sehr viel an dich gedacht und haben sehr oft versucht Kontakt zu dir aufzunehmen- aber das Internet hat versagt. Du hast was verpasst:

– Cellospiel von Julie

-Frohes Weihnachtsingen von Luise & Co.

-Jeder ein Toast (also ein Spruch)

-Leider nur eine Flasche Sekt

-(He)lenes Birnenquisch

-Eine gedeckte Tafel

-Ohrenschmaus durch Texte

-Geschenkeschieberei

Die Feier war so großartig und wir sitzen jetzt erschöpft im RE 1 und grüßen dich ganz lieb bis nach Amerika!

Das Schreibzentrum der Europa- Universität Viadrina- was ist das für ein Raum?

Gehen wir in das Schreibzentrum der Viadrina. An der hellbraunen Holztür hängen bunte Schilder, die auf die Öffnungszeiten, die Schreibsprechstunde, Promovierendenberatung und weitere Angebote des Schreibzentrums hinweisen. An der Tür hängen auch unser Missionstatement und verschiedene Zeitungsartikel. Ich öffne die Tür und höre das Glucksen der Kaffeemaschine. Es duftet im ganzen Raum nach Kaffee. Sebastian sitzt am Tutorencomputer und lächelt mir zu. Der Raum ist groß und in diesem Raum passiert viel.
Manchmal stelle ich mir vor, ich könnte all die Gedanken der Studierenden, der Seminarteilnehmenden, Promovierenden, der SchreibberaterInnen, der TeilnehmerInnen des Hochschulzertifikats „Schreibzentrumsarbeit und Literacy Management“ und die meines Teams sammeln. Könnten sie in ein Glas passen? Oder müsste ich Unmengen an kleinen, großen, dicken und dünnen Gläsern suchen, um all die Gedanken festzuhalten. Und würde ich sie öffnen, würde der Raum und die Gänge des Sprachenzentrums bis hin nach draußen voller Gedankenluft gefüllt werden? Es ist nämlich so: Schreibende denken nicht nur über die Textoberfläche nach sondern sie müssen sich intensiv mit ihren Schreibthemen auseinandersetzen. So waren Adorno, Ellbow, Foucault, Keynes, Mayring, Kant, Kleist … bereits in unserem Schreibzentrum.
Gestern habe ich für das Seminar „Wissenschaftliches Schreiben lernen durch Prozessschritte und Schreibberatung.“ Tische und Stühle umgestellt damit alle 25 Studierenden genügend Platz zum Arbeiten haben. Einmal kam eine Studentin und stellte verblüfft fest, jedes Mal wenn sie komme, würde der Raum anders aussehen. Ja, der Raum ist multifunktional, nicht nur wegen den beweglichen Tischen und Stühlen. Mal ist er ein Seminarraum (ich stelle alle Tische um, bilde lange Seminartische), mal Schreibberatungsraum (wir bilden mit den Tischen kleine Inseln, an denen beraten werden kann), mal bietet der Raum Platz für die TeilnehmerInnen der Weiterbildung (ich bilde lange Tafeln oder kleine Inseln), mal ist er unser Team- und Weiterbildungsraum (wir setzen uns zusammen und besprechen alles was anliegt) und mal ist er Raum für unsere Schreibevents, wie der „Langen Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten“ oder dem „Schreibmarathon“ und mal ist das Schreibzentrum einfach nur Schreibraum, Forschungsraum oder Fachbibliothek.
Der Raum ist aber auch unser Büro. Links hinten steht mein Schreibtisch. Hier sitze ich fast jeden Tag und plane meine Seminare, schreibe, koordiniere das ganze Schreibzentrum, beantworte die tausend E-Mails, schreibe, telefoniere, schreibe….. Rechts steht der Computer der Schreibberater und Schreibberaterinnen. Sie sind oft hier, da die Schreibsprechstunde vier Mal die Wochen angeboten wird. Die SchreibtutorInnen sind aber auch hier, um Handouts zu entwickeln, Konzepte zu schreiben und mir bei der Arbeit zu helfen. Oft bleiben die TutorInnen, um einfach hier zu sein, sich zu unterhalten und an ihren eignen Arbeiten zu schreiben oder zu forschen. In unserem Schreibzentrum treffen so viele Menschen zusammen und alle haben etwas gemeinsam. Sie schreiben und interessieren sich für das Schreiben. Beispielsweise fand am Wochenende das zweite Modul des Hochschulzertifikates „Schreibzentrumsarbeit und Literacy Mangement“ statt. Viele interessierte Dorzierende, Uni- MitarbeiterInnen aus ganz Deutschland und sogar aus Österreich kamen zusammen, um sich im Bereich „Schreibdidaktik und Literarcy Management“ fortzubilden. Es war ein sehr schönes Wochenende. Die gelb- und orangefarbenen Lilien stehen immer noch auf den Tischen und duften. Sie erinnern mich an das erfolgreiche Modul des Hochschulzertifikates.
Gestern kamen zur Schreibberatung Studierende. Sie tauschten sich mit den Beraterinnen und Beratern über ihre Hausarbeiten Essays oder Abschlussarbeiten aus. Sie nahmen Platz auf dem blauen Sofa und warteten geduldig, bis sie dran waren. Gestern kam außerdem Besuch von der Universität aus Kassel und ich stellte unsere gut ausgestattete Bibliothek zur Schreibdidaktik und rund um das Thema Schreiben vor.
Heute findet das Seminar zum wissenschaftlichen Schreiben und Peer Tutoring statt. Die Tische stehen schon und die bunten Blätter und Stifte warten nur darauf beschriftet zu werden. Danach wird es ein Seminar zum Schreiben für Studierende der Interkulturellen Germanistik geben. Morgen früh haben wir Teamtreffen und danach werden wir unsere Türen für die Schreibberatung öffnen und schnell kleine Beratungsinseln zaubern. Luise wird sich an meinem Schreibtisch setzen und brav die anfallenden Abrechnungen für das Hochschulzertifikat machen und ich esse derweil Mittag 🙂 Am Donnerstag wird es ein wenig ruhiger und ich kann an meinem Schreibtisch konzentriert arbeiten, bis Anja und Sebastian kommen und die Schreibberatung anbieten.

Es ist ein lebendiger und ein schöner Raum.

Ein Foto vom Schreibzentrum

Bild von einem Seminar

Mittagspause AK-Treffen 2010

Die vierte Peer- Schreib- TutorInnen Konferenz an der Georg- August- Universität in Göttingen

Wir, das Team des Schreibzentrums der Viadrina, sind gerade auf der Peer- Schreib- TutorInnen Konferenz an der Georg- August- Universität in Göttingen.
Gestern wurden wir sehr herzlich vom Schreibzentrum der Soziologie und dem Internationalen Schreibzentrum der Universität empfangen. Es gab ein sehr leckeres selbstgemachtes Buffett, mit Salaten, Kuchen, Obst und Gemüse.
Ich bin glücklich und sehr stolz bei der vierten Konferenz von studentischen SchreibberaterInnen für studentische SchreibberaterInnen dabei sein zu können. Vor vier Jahren haben wir die Konferenz an der Viadrina in Frankfurt (Oder) gegründet und noch immer treffen sich die studentischen SchreibberaterInnen und die LeiterInnen der Schreibezentren aus dem deutschsprachigen Raum. Jedes Jahr im Oktober kommen wir zusammen, um uns fortzubilden, auszutauschen und zu vernetzen. Dieses Mal sind die Schreibzentren aus Jena, Hildesheim, Bielefeld, Freiburg im Breisgau, Frankfurt (Oder), Göttingen, Wuppertal, Bayreuth und Darmstadt auf der Konferenz vertreten. Es gibt mittlerweile mehr Schreibzentren und sie setzen ihren Schwerpunkt auf die Schreibberatung von Studierenden für Studierende. Das ist eine große Bereicherung! So treffen sich hier so viele studentische SchreiberaterInnen, die alle zwar eine Ausbildung zum Beraten von Schreibprozessen erhalten haben, aber aus unterschiedlichen Städten, Ländern (es gibt sogar einen Tutor aus Tunesien!), Unis, Studiengängen und Schreibzentren kommen. Beispielsweise sind hier TutorInnen, die sich besonders auf das Beraten von internationalen Studierende spezialisiert haben, oder sich auf eine Fachrichtung, wie das Schreibzentrum der Soziologie konzentrieren.
Gestern haben wir bereits Vorträge und Seminare zu folgenden Themen besucht: „Beratung zu Zweit“, „Rollenbilder und Rollenkonflikte von SchreibberaterInnen“, Disziplinspezifische fächerübergreifende Schreibworkshops“, Interkulturalität in der Schreibberatung“, „Schreiben in der Fachlehre: Hausarbeiten beginnen mit Themenfindung im Fachseminar“, „Hilfe zur Selbsthilfe? Das Modellprojekt help.me der Friedrich- Schiller- Universität“. Wir werden von den Vorträgen und Wokshops berichten, aber zuerst genießen wir weiterhin den zweiten Tag der Konferenz!

Das neue Semester beginnt und wir sind noch dabei… (von Anja Poloubotko und Franziska Liebetanz)

mit zahlreichen Seminaren, Workshops und natürlich der Schreibberatung. Wir freuen uns ganz besonders auf dieses Semester.

  • Wir gehen zunächst auf Tour an die Georg- August Universität in Göttingen. Wir sind an der 4. Peer- Schreib TutorInnen Konferenz mit vielseitigen Beiträgen vertreten. Vor vier Jahren haben wir die erste Konferenz an der schönen Viadrina ins Leben gerufen und nun wandern wir jedes Jahr an eine andere Universität in Deutschland, um uns mit SchreibberaterInnen und SchreibzentrumsleiterInnen auszutauschen.

  • Die Feriensprechzeiten sind bald beendet und die Schreibsprechstunde ist wieder für internationale und heimische Studierende sowie Gaststudierende regelmäßig von Montag bis Donnerstag offen. http://www.europa-uni.de/schreibzentrum

  • Jeden zweiten Dienstag bietet Dr. Daniela Liebscher die Schreibberatung für Promovierende an. In Zusammenarbeit mit dem Viadrina Center for Graduate Studies finden außerdem Workshops speziell für Promovierende statt. http://www.europa-uni.de/de/forschung/vcgs/index.html

  • Dieses Semester werden Simone und Anja ein Methodenseminar zum wissenschaftlich Schreiben für den Masterstudiengang „Master of European Studies“ geben und mit rund 30 Studierenden zusammen arbeiten.

  • Dorothea wird ein Seminar für den neuen Bachelorstudiengang „Interkulturelle Germanistik“ durchführen und so intensiv mit polnischsprachigen Studierenden zusammen arbeitet.

  • Anja wird Simone ablösen und immer mittwochs die Schreibgruppe für Abschlussarbeiten anleiten.

  • In Zusammenarbeit mit der Kuwi Fakultät bietet Ramona Jakob das Seminar:“Knete für Kultur- von der Projektidee bis zum fertigen Antrag“, Dr. Martin Kaluza: „Medienkompetenz für das Internet. Produktion von Audiopostcasts“,

    Dr. Gregor Ohlerich „Lektorat als Berufsfeld für Kulturwissenschaftler/- innen“ an.

  • Alle Studierende, die eine Ausbildung zum/zur SchreibberaterIn machen wollen: Das Modul 2 der Schreibberaterausbildung kann erneut genossen werden. In Zusammenarbeit mit der Kuwi Fakultät hält Franziska Liebetanz das Seminar „Wissenschaftliches Schreiben lernen durch Prozessschritte und Schreibberatung“.

  • Wir fördern weiterhin den wissenschaftlichen Nachwuchs! Wir arbeiten auch dieses Semester mit der Robert Bosch Stiftung und der Rahnschule in Fürstenwalde zusammen. An dieser Schule geben vom Schreibzentrum der Viadrina ausgebildete SchülerInnen Workshops rund um das Thema Schreiben und bieten Schreibberatung an.

  • Auch die Eisenhüttenstädter SchülerInnen kommen in den Genuss des Dream-Tutoren Teams. Anja V. und Sebastian und die EKO Stahlstiftung ermöglichen SchülerInnen sich intensiv mit dem kreativen Schreiben auseinander zusetzen.

  • In Zusammenarbeit mit dem Career Center gibt Dorothea den Workshop zum Thema „Wie schreibe ich meine BA-/MA- Arbeit?“.

  • Das DAAD-Projekt „Schreiben(d) lernen im Team“ befindet sich in der Abschlussphase. Das Buch zum Projekt wird gerade geschrieben und wir freuen uns auf das Geleitwort von unserem Universitätspräsidenten Dr. Gunter Pleuger.

  • Katrin Girgensohn befindet sich auf DFG- Forschungsreise in den USA und Deutschland wird viele wichtige Erkenntnisse von ihr bekommen.

  • Außerdem planen wir Schreibzentrumsführungen mit internationalen Gaststudierenden.

  • Wir freuen uns, mit dem deutsch-französischen Projektteam von Duett (http://www.duett.fr/) erneut zu kooperieren.

  • Im Oktober kommt eine Schreibzentrumsikone, Dr. Gerd Bräuer aus Freiburg in die kleine Stadt an der Oder. Im Rahmen der Weiterbildung „Hochschulzertifikat Schreibzentrumsarbeit Literacy Management“ wird er über das reflexive Schreiben referieren.

Wir heißen herzlich unsere neue Schreibtutorin Lene willkommen und freuen uns auch auf Dorotheas Mitarbeit. Wir verabschieden Patrick und danken ihm herzlichst!

That’s it! Or not….?

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