Schreibzentrums-Geburtstag 2017: Der Festakt

Im Folgenden berichten drei Stimmen vom offiziellen Festakt zum zehnjährigen Bestehen des Schreibzentrums, der am 4. Mai 2017 im feierlichen Ambiente des Logensaals der Europa-Universität Viadrina stattfand.

Erste Stimme:

Alle um mich herum sind wuselig . So viele Menschen. Ich bin ganz aufgeregt. Eben waren schon einige Leute an mir dran und haben mein Mikrofon getestet, einen Laptop  angeschlossen und mich zurecht geschoben. Ich kenne das Prozedere schon – bald geht´s los. Ja! Jetzt! Jetzt geht’s los. Alles wird ruhig und die erste Rednerin tritt an mich heran: Sie stellt sich als Franziska Liebetanz vor, die Leiterin des Schreibzentrums, das heute Abend sein 10-jähriges Bestehen hier im Logensaal feiert. Sie eröffnet den Festakt sehr herzlich und voll Freude darüber, dass so viele Menschen erschienen sind. Anschließend bedankt sie sich bei den vielen Menschen, die alle zu der Organisation und Durchführung des heutigen Abends beigetragen haben. Das mag ich immer besonders! Und Frau Liebetanz macht das ganz besonders schön. Ihre Tutor*innen scheinen ihr besonders wichtig zu sein, für sie gibt es viel Lob und Dank. Schön, dass die Studierenden an diesem Abend besonders gewürdigt werden. Ach, und noch jemand hat Geburtstag: Das Zentrum für Schlüsselkompetenzen und Forschendes Lernen blickt auf sein fünf-jähriges Bestehen zurück. Frau Liebetanz überbringt Glückwünsche und überreicht Susanne Schwarz, einer Mitarbeiterin des ZSFL, stellvertretend einen Blumenstrauß. Das ZSFL ist heute die Dachorganisation des Schreibzentrums, wie ich höre. Also doppelt Grund zu feiern! Jetzt übergibt Franziska das Wort an unseren Präsidenten, Prof. Dr. Alexander Wöll.

Herrn Wöll kenne ich schon ganz gut, er spricht öfter mal bei feierlichen Anlässen. Heute spricht er Grußworte und lobt die Verdienste des Schreibzentrums, blickt auf dessen Erfolge und internationale Reichweite. Die „Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten“ erwähnt er. Eine Erfindung unseres Schreibzentrums, die sich in der ganzen Welt verbreitet… Das klingt toll! Nun erzählt er etwas allgemeiner über die Viadrina – wie sie gegründet wurde, worin unser Stiftungsauftrag besteht und was unsere Universität auszeichnet. Ich glaube, für die vielen externen Gäste, die uns nicht kennen, ist das wirklich interessant. Sie hören jedenfalls gespannt zu. Überhaupt scheint das Publikum sehr aufmerksam zu sein.

Die nächste Rednerin kenne ich nicht. Sie wird angekündigt als Prof. Dr. Julie Nelson Christoph aus den USA. Oh ha! Gäste aus Übersee, welch eine Freude! Und oh, sie spricht auf Deutsch. Das ist eine Überraschung! Und sie spricht total gut! Auch das Publikum ist beeindruckt – das merke ich. Prof. Christoph berichtet, wie unser Schreibzentrum ihre Arbeit beeinflusst hat, vor allem die Arbeit von Katrin Girgensohn. Ohne die Begegnung der beiden Frauen vor einigen Jahren hätte die Amerikanerin ihren Forschungsschwerpunkt nicht auf deutsche Schreibzentren gelegt. Aus ihren Worten spricht Überzeugung und ehrlicher Dank, das Publikum belohnt sie mit eingängigem Applaus. Sie überreicht ihre mitgebrachten Geschenke: Julie hat die beiden Logos der Schreibzentren – ihres und das der Viadrina – zu einem gemeinsamen Logo zusammengeführt und dieses auf Sticker drucken lassen. Ein Geschenk von Herzen! Alle klatschen Beifall, es gibt innige Umarmungen – ein Geburtstag ganz nach meinem Geschmack. Heart warming!

Es sprach: Das Rednerinnenpult

Bevor die zweite Stimme erklingt, hören wir etwas anderes: Musik! Und auch hier wird dreistimmig gespielt. In diesem Fall sind es zwei Geigen und eine Bratsche, auf denen Musiker*innen des Uni-Orchesters „Viaphoniker“ dem Schreibzentrum ein Ständchen bringen.

Viaphoniker

 Zweite Stimme:

Es ist einfach wunderbar. Jetzt kommt mein großer Moment: Ich darf strahlen und Bilder an die Wand werfen, große Bilder, wandfüllende Bilder. Eben noch habe ich den Pinguin gezeigt, der mit seinem perfekt sitzenden Frack für guten Stil wirbt. Aber es geht gar nicht um Mode für Tiere, wie ich jetzt begreife, nein, es geht ums Schreiben! Auch dabei kann man sich mit Stilfragen beschäftigen: Man lernt doch nie aus! – Dabei habe ich als Beamer ja schon sehr viel erlebt.

Leinwand Logensaal Viadrina

Nun wurden heute Abend schon ein paar kurze Ansprachen gehalten, aber jetzt, endlich, kommt meine große Stunde und ich kann zeigen, was ich kann: Dr. Katrin Girgensohn ist tritt ans Pult, beginnt zu erzählen, von früher und wie es mit dem Schreibzentrum losging und ich untermale ihre Rede mit Bildern von damals. Sie spricht über die Anfänge des Schreibzentrums, über die allerersten schreibdidaktischen Angebote im Wintersemester 2002/03, noch vor der Gründung des Schreibzentrums: Die ist nämlich  auf das Jahr 2007 zu datieren: Vor 10 Jahren also bekam das Schreiben einen eigenen Raum an der Viadrina, in dem von nun an Workshops und Schreibseminare stattfanden. Und natürlich zahllose Beratungsgespräche zwischen Schreibtutorinn*en und ratsuchenden Studierenden. Nach wie vor sind sie das Herzstück der Arbeit im Schreibzentrum.

Rasch werfe ich Fotos von jungen Frauen an die Wand, den ersten Studentinnen, die die Ausbildung zu Schreibberaterinnen absolvierten und den guten Ruf des Schreibzentrums mitbegründeten. Ach, was sind die süß! So jung und voller Tatendrang… Unglaublich! Wie ich nun höre, sind ein paar Akteurinnen der ersten Stunde heute Abend hier im Saal – wenn ich mal so ein bisschen nach rechts unten schiele, kann ich sie sehen. Glücklich und stolz sehen sie aus. Und auch Bilder der Rednerin präsentiere ich: Damals trug sie wohl zu besonderen Anlässen auch mal einen Cowboyhut – sehr cool! Langsam wird diese Show echt unterhaltsam…

Katrin Girgensohn

Dr. Katrin Girgensohn

Jetzt, ein neuer Meilenstein: Es gibt eine längerfristige Finanzierung, die den Aufbau einer größeren Einrichtung erlaubt, nämlich des so genannten Zentrums für Schlüsselkompetenzen und Forschendes Lernen, das 2012 um das Schreibzentrum herum entstanden ist. Diese Entwicklung steht in Verbindung mit Franziska Liebetanz – die Leiterin des Schreibzentrums, die vorhin gesprochen. Sie war eine der Schreibberaterinnen der ersten Stunde, auf den Bildern eben war sie noch sehr jung. Seit 2011 leitet sie des Schreibzentrum der Viadrina, von der Pieke auf hat sie es mit aufgebaut.

Jetzt ein neues Bild: Fröhliche Menschen in leichter Sommerkleidung; wir befinden uns im Jahr 2014 und erfahren: Das Schreibzentrum der Viadrina hat eine große Konferenz mit mehr als 240 Teilnehmer*innen ausgerichtet, die Konferenz der European Writing Centers Association (EWCA). Und damals sind offenbar eine Menge von Schreibforscher*innen und Schreibdidaktiker*innen nach Frankfurt gekommen. Aus dem In- und Ausland sind sie an die Oder gereist und haben sich ausgetauscht und weiter genetzwerkt– bei großer Hitze, wie wir hören. – Hach, mir wird langsam auch ganz schön warm…

Wir sbefinden uns jetzt in der Gegenwart. Die Prezi zeigt die Jahreszahl 2018, dahinter ein Plus. Katrin Girgensohn hofft, dass es das Schreibzentrum auch über 2020 hinaus, wenn die aktuelle Finanzierung ausläuft, bestehen wird. Außerdem wünscht sie sich, dass das Schreibzentrum bald auf den Hauptcampus ziehen kann, denn momentan ist es im etwas abseits gelegenen Seminargebäude in der August-Bebel-Str. 12 untergebracht. Also, wenn es nach mir ginge: Ich würde ihr beide Wünsche sofort erfüllen! Jetzt gibt es ordentlich Applaus vom Publikum, recht so! Die Geschichte des Schreibzentrums ist erzählt. Und ach, wie schade: Meine große Show ist beendet. Ich mache Feierabend und gebe ab an meine beiden Kollegen, die Funkmikrofone, die zur Feier des Tages im kleinen Schwarzen erschienen sind.

Es sprach: Der Beamer

Und wieder hören wir die drei Streicher*innen: Nach Stücken von Bach oder Mozart etwas von den Beatles: Was für eine schöne Überraschung! Das Publikum ist gerührt.

Viaphoniker im Logensaal der Viadrina

Dritte Stimme:

Endlich! Der Veranstaltungstechniker hat längst alles vorbereitet, mein Kollege und ich liegen seit einer Stunde einsatzbereit auf den Tischen, der Beamer und das Pult hatten ihren Auftritt und nun sind wir endlich dran! Ich darf uns kurz vorstellen: Wir, zwei adrette Herren in Schwarz, sind die beiden Funkmikrofone, die Moderatoren der Podiumsdiskussion. Nun haben wir unseren großen Auftritt! Vier Personen treten nach vorn und nehmen auf den Sesseln Platz. Frau Liebetanz schenkt Wasser ein, nimmt mich in die Hand und schon geht sie los, die Podiumsdiskussion zum Thema Schreiben an den Fakultäten. Zu Gast sind Frau Prof. Dagmara Jajeśniak-Quast als Vertreterin der Wirtschaftswissenschaften, Frau Prof. Eva Kocher von der Juristischen Fakultät und Frau Dr. Nadja Sennewald, eine Literaturwissenschaftlerin aus dem anderen Frankfurt. Vier erfolgreiche Wissenschaftlerinnen auf der Bühne und ich habe die Ehre… Es beginnt sogleich ein angeregtes Gespräch über den Stellenwert des Schreibens an den verschiedenen Fakultäten. Mein Kollege und ich wandern von Hand zu Hand, werden herumgereicht. Ohne uns würde hier gar nichts gehen. Auch das Publikum lassen wir sprechen und Fragen stellen.
Besonders spannend findet das Publikum die Frage nach den Schreibritualen der Wissenschaftlerinnen. Frau Prof. Jajeśniak-Quast begeistert alle mit ihren offenen und ehrlichen Schilderung zu ihrem „Schreibanzug“ und ihrer Dachstube, in der sie zum Schreiben die Einsamkeit sucht. Frau Prof. Eva Kocher hingegen beginnt bei jeder Schreibeinheit am Anfang eines Textes und geht diesen komplett durch, bevor sie daran weiterschreibt. Wir erfahren, dass das Schreiben auch für Jurist*innen an der Uni eine zentrale Tätigkeit im Job ist. Diese Erzählungen werden mir sicher lange im Gedächtnis bleiben.

Podiumsdiskussion_Schreibzentrum

Podiumsdiskussion

Am Ende diskutiert die Runde noch die Frage, wie Texte geschrieben sein sollten, damit man sie gern liest. Dr. Nadja Sennewald meldet sich zu Wort: Klarheit!, das ist für sie das wichtigste Merkmal eines guten Texts. Auch das Schreibinterview vergeht wie im Flug. Franziska lädt die Gäste zum Abschluss des offiziellen Teils ein, sich ins Gräfin-Dönhoff-Gebäude zu begeben, wo auf den runden Geburtstag angestoßen werden darf und ein paar Geburtstagsüberraschungen warten. Wir zwei haben unseren Dienst jetzt zwar getan und werden uns nun zurückziehen. Was die Gastgeber*innen sich aber für die Gäste ausgedacht haben, würde ich dennoch gern wissen…

Es sprachen: Die Funkmikrofone

Mehr zum Schreibzentrumsgeburtstag:

Die Party

Das Drumherum

Der Workshop

Werbeanzeigen

Das Schreibzentrum der Europa-Universität Viadrina feiert seinen 10. Geburtstag – Einblicke in unser Jubiläumsprogramm

Pinguin mit KroneWir feiern unseren ersten zweistelligen Geburtstag: vor 10 Jahren, mit Beginn des Sommersemesters 2007, wurde das Schreibzentrum der Europa-Universität Viadrina eröffnet. Vorläufer hatte es schon gegeben, z. B. seit 2005 die studentische Schreibsprechstunde, aber mit Eröffnung des Raumes im Gebäude August-Bebel-Str. 12 war es richtig offiziell geboren, unser Schreibzentrum – und hat sich seit dem prächtig entwickelt. Das wurde entsprechend gefeiert:

mit einem Festakt

mit einer Party

mit verschiedensten Aktivitäten zum Jubiläumssemester

und

– mit einem Workshop für die Writing Center Community.

Wer mehr wissen möchte folgt den Links.

Übrigens: Auch wenn wir Jubiläumssemester feiern, finden unsere regelmäßigen internen Weiterbildungen für das Schreibzentrumsteam wie gewohnt statt. In diesem Semester ging es unter anderem darum, das Schreiben in Teams zu erproben und zu überlegen, wie wir Studierende beraten können, die gemeinsam Texte verfassen. Dieser Blogbeitrag ist ein Ergebnis dieser Weiterbildung, denn natürlich wollten wir das Schreiben in Teams auch praktisch erproben.

Besuch von der Åbo Akademi und der Universität Turku aus Finnland

finnlandWir sind eine Gruppe von 15 Studierenden des Faches Deutsche Sprache an der Universität Turku sowie der Germanistik an der Åbo Akademi aus Finnland. Vom 12. bis 21.05.2017 haben wir an der DAAD-Studienreise „Sprache, Kultur und Studieren in Deutschland“ teilgenommen. Im Mittelpunkt der Studienreise stand die Vermittlung von fachbezogenen Kenntnissen zur Germanistik sowie die Bildung eines Netzwerkes mit Studierenden und Dozierenden aus Finnland und Deutschland. Vielfältige Besuche von Vorträgen, Workshops und kulturellen Veranstaltungen verdeutlichten Forschungsfelder sowie Anwendungsfelder der Germanistik. Neben dem Besuch von vier verschiedenen Hochschulen in Berlin und Brandenburg haben wir den Potsdamer Tag der Wissenschaften, den Deutschen Bundestag, das Finnland-Institut in Berlin sowie das Berliner Theater-Festivals besucht.

Am Montag, dem 15.5.2017 sind wir von Berlin mit dem Zug nach Frankfurt (Oder) gefahren, um die Europa-Universität Viadrina zu besuchen.

Dort wurden wir sehr herzlich vom Zentrum für Schlüsselkompetenzen und Forschendes Lernen begrüßt und durften mit großer Begeisterung an zwei interaktiven Workshops teilnehmen: „Interkulturelles Lernen an der Viadrina“ und „Bloggen – Schreiben fürs Netz“. Im ersten Workshop diskutierten wir über kulturelle Unterschiede in der Kommunikation zwischen Deutschen und Finnen. Wir haben einen Film angeschaut und über diesbezügliche Probleme und Konflikte diskutiert. Im zweiten Workshop haben wir überlegt, welche Eigenschaften Texte im Internet haben. Außerdem erhielten wir viele nützliche Tipps für das Schreiben im Netz.

Nach den Workshops und dem Mittagessen auf dem Campus sind wir entlang des Ufers der Oder zum Collegium Polonicum gelaufen. Dort haben wir einen sehr interessanten Vortrag über den Studiengang Interkulturelle Germanistik gehört. Im Rahmen einer kleinen Campusführung durften wir von der Dachterrasse „Slubfurt“ von oben sehen.

Wir bedanken uns ganz herzlich für diesen wunderbaren und sehr informativen Tag an der Viadrina!

Schreiben in der Nacht am 02.03.2017

Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten an der Viadrina

Seit Ende der Vorleshab die ganze Nacht an dir geschriebenungszeit schlummert die Hausarbeit unvollendet in einer dunklen Ecke des Schreibtisches. Nun rückt der Abgabetermin näher. Doch bevor echte Torschlusspanik einsetzt, lädt das Schreibzentrum der Europa-Universität Viadrina zum gemeinsamen Schreib-Endspurt in der Universitätsbibliothek ein. Bei der mittlerweile 8. Langen Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten am 2. März 2017 können Schreibende zwischen 16 und 1 Uhr intensiv und in produktiver Atmosphäre an ihren Texten arbeiten, sich untereinander austauschen und die Nacht zum (Arbeits-)Tag machen. Eingeladen sind Studierende, Promovierende und Schreibende aller Fakultäten, egal ob es sich bei ihren Schreibprojekten um Hausarbeiten, Essays, juristische Gutachten oder Bewerbungsschreiben handelt. Allen fleißigen Nachteulen stehen dabei die Peer Tutor*innen vom Schreibzentrum unterstützend zur Seite. Sie bieten Schreibberatungen, kurze Workshops und kreative Schreibübungen. Geplant sind:

  • Schreibeinstimmer: In den Schreib-Flow kommen
  • Clustern: Effizient Überblick gewinnen
  • Lesetechniken für wissenschaftliche Texte
  • Fragestellung finden
  • Zitiere ich noch oder plagiiere ich schon?
  • Feedbackkonferenz
  • Workshop „Klausuren Schreiben“
  • Präsentation von Dr. Thomas Bode (Jura) zum Thema Prokrastination

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Jede*r kann vorbeikommen, gern Hausschuhen, Laptop, Papier und Stiften im Gepäck. Weitere Infos finden sich hier.

Das Schreibzentrum der Viadrina veranstaltet die Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten 2017 in Kooperation mit der Universitäts-Bibliothek.

Schreibzirkus

schreibzirkus2016_web

Jana, Juliane und Diana präsentieren den Schreibzirkus 2016

Der Schreibzirkus oder Writers‘ Circus ist ein Schreibevent, das wir am Schreibzentrum der Europa-Universität Viadrina entwickelt haben. Es eignet sich besonders gut, um in großen Gruppen auf kreative und spielerische Art und Weise miteinander in einen Austausch über das Thema Schreiben zu kommen. Die Teilnehmenden erarbeiten in Kleingruppen verschiedene Zirkusdarstellungen rund um das Thema Schreiben und orientieren sich dabei an verschiedenen Zirkusfiguren. Schließlich kreieren alle gemeinsam eine große Zirkusshow mit verschiedensten Nummern: Großer Spaß und ein tolles Warm-Up für Konferenzen, Tagungen oder auch als Teambuilding-Maßnahme im Schreibzentrum!

Erprobt haben wir den Writers‘ Circus äußerst erfolgreich auf folgenden Konferenzen:

Wer den Schreibzirkus ausprobieren möchte kann sich das Material als pdf herunterladen: schreibzirkus_deutsche_version_cc-license . Es steht unter creative commons license, d.h. es darf genutzt, weiter verbreitet und auch weiter entwickelt werden. Wichtig ist nur, dass es nicht für kommerzielle Zwecke genutzt wird und dass auf unsere Urheberschaft verwiesen wird. Viel Spaß!

Und hier gibt es das Material zum Schreibzirkus zum Download auf Englisch: writers-circus_cc_license
Creative Commons License
Schreibzirkus by Schreibzentrum Europa-Universität Viadrina is licensed under a Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International License.

Creative Commons License
Writers‘ Circus by Schreibzentrum Europa-Universität Viadrina is licensed under a Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International License.

 

Die Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten – ein Rückblick

Vor etwas mehr als einem Monat, am 3. März 2016, veranstalteten wir die Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten: Von 16 bis 1 Uhr luden wir Studierende aller Fakultäten der Europa-Universität Viadrina in die Bibliothek ein, um dort an ihren Schreibprojekten zu arbeiten. In der motivierenden Gesellschaft anderer Schreibender und unterstützt durch unser Begleitprogramm aus Workshops und Schreibberatungen konnte die Nacht produktiv genutzt werden. Ob Abschlussarbeit, Falllösung oder Essay – alles, was noch nicht aufgeschrieben oder gedacht wurde, konnte in dieser Nacht besprochen und auf das Papier gebracht werden.

Noch Wochen nach der Veranstaltung sehen wir Studierende, die wir in der Langen Nacht in Workshops, in Schreibberatungen oder am Empfangstisch kennengelernt haben, im Schreibzentrum zur Schreibsprechstunde wieder. Grund genug für unser Team, noch einmal zurückzublicken und unsere Eindrücke von der Langen Nacht niederzuschreiben:

2016-lange-nacht_schreibzentrum-viadrina

„Die Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten (LNdaH) fühlte sich für mich eher an wie eine „Lange Nacht, um nachts in der Bibliothek mal ordentlich zum Arbeiten zu kommen“. Die Themen der Schreibberatung waren demnach vielfältig; vom Schulreferat bis zur Doktorarbeit. Die Zeit verging schnell, so dass aus meiner Sicht eher eine kurze Nacht daraus wurde. Eigentlich schade, dass es die Gelegenheit zur nächtlichen Kurzweil in der Bibliothek nicht öfters gibt.“ (Pascal)

„Bereits zum 7. Mal haben wir vom Schreibzentrum die Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten nun schon veranstaltet – doch es ist immer wieder so aufregend und spannend wie beim ersten Mal im Jahr 2010. Neu in diesem Jahr war für uns der Veranstaltungsort: die Uni-Bibliothek. Von der zentralen Lage auf dem Campus hat die LNdaH in diesem Jahr deutlich profitiert. Viel mehr Studierende als sonst nutzten den Abend, um mit ihren Schreibprojekten voran zu kommen. Die von den Schreib-Peer-Tutor*innen angebotenen Schreibberatungen waren restlos ausgebucht und auch die Workshops wurden sehr gut besucht.“ (Simone)

Schreibberatung LNdaH

Ideenschmiede im Lerncontainer (Foto: Franziska Liebetanz).

„Es war schön, das Schreibzentrum für eine lange Nacht von der Peripherie der August-Bebel-Straße 12 in das Herz der Uni zu verlagern. So konnten wir (auch wenn ich es nur gefühlt habe und nicht statistisch beweisen kann) zusätzlich die Menschen ansprechen, die Tag für Tag in den Fahrstuhl steigen und bis zum Abend den Lesesaal nur für eine Kaffeepause verlassen. Ich glaube, die in die Bibliothek beheimateten disziplinierten Eigenbrötler*innen könnten wir dauerhaft als Zielgruppe gewinnen, wenn wir in Kooperation mit der Uni-Bibo einen kleinen SZ-Ableger in einem der Lerncontainer gründen würden. Quasi jede Woche einen Langen Tag der aufgeschobenen Hausarbeiten!“ (Simon)

„Auch von zu Hause konnte man sich von der Atmosphäre der Langen Nacht anstecken lassen: Auf Twitter war ziemlich viel los. Die Tweets mit dem Hashtag #LNdaH haben einen Einblick in den Ablauf der Langen Nacht in ganz Deutschland ermöglicht. Schöne Fotos wurden gepostet, auf denen einladende Schreibräume und motivierte Schreibende zu sehen waren. Die digitale Teilnahme an dieser Schreibaktion kann auch Spaß machen! Man muss nur aufpassen, Social Media wirklich zur Inspiration und nicht zum Aufschieben zu nutzen.“ (Michał)

„Die Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten bleibt mir in Erinnerung als ein kleiner Rausch im Land der Schreibdidaktik. Die Gesichter von Ratsuchenden sehe ich vor mir und die dazugehörigen Anliegen hängen noch in meinem Ohr; ob Zitation, Textfeedback oder Hausarbeiten schreiben in Jura. Am Infostand auf die Zielscheibe hinzuweisen – der eigene Arbeitsstand innerhalb der Nacht kann markiert werden – hat Spaß gemacht. Zu sehen, dass Teilnehmende von Workshop zu Workshop an ihren Plätzen blieben und sich eine kleine Stammgemeinschaft abzeichnete, empfand ich als sehr befriedigend. Ich hatte das Gefühl, dass die Bibliothek einen guten Veranstaltungsort bildete. Sie wird von Studierenden ohnehin mit dem wissenschaftlichem Arbeiten verbunden und die LNdaH könnte für die Teilnehmenden das i-Tüpfelchen eben dafür dargestellt haben.“ (Alyssa)

buffett-zugeschnitten

Am Büffet konnten Schreibende ihre Energiereserven auffüllen (Foto: Franziska Liebetanz).

„Mir ist eine Situation während der Langen Nacht besonders im Gedächtnis geblieben; wahrscheinlich weil sie die tolle Atmosphäre spürbar macht, die an diesem Abend herrschte. Ich saß am Begrüßungsstand vor der Bibliothek und war in ein Gespräch mit einem Promovierenden vertieft, als ein Studierender mich höflich, aber doch ungeduldig unterbrach und mich fragte, wo denn die Liste für die Anmeldung zur Schreibsprechstunde hin sei. Er komme gerade aus einer Beratung und sei so begeistert von der Offenheit des Gesprächs und den vielen interessanten Hinweisen, dass er sich sofort noch einmal eintragen wollte. Ich habe ihm die Liste schmunzelnd hingeschoben und ihm geantwortet, dass wir glücklicherweise die halbe Nacht da sind und vorher sogar noch etwas Zeit bleibt, um sich am Büffet zu bedienen. Damit war sein Glück an diesem Abend perfekt, er war von guten Gesprächen und gutem Essen gesättigt.“ (Anja)

Viele bekannte Gesichter von der Langen Nacht nun im Schreibzentrum wiederzutreffen und auch die vielen dankbaren Kommentare von Schreibenden während der Langen Nacht bestätigen unsere eigenen positiven Eindrücke und zeigen uns, dass wir mit dieser Veranstaltung immer wieder aufs Neue für eine veränderte Schreibkultur werben können: eine Schreibkultur, für die Offenheit, konstruktive Rückmeldung und Austausch zentral sind.

Weitere Stimmen zur Langen Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten finden Interessierte unter anderem auch hier:

http://www.wlnjournal.org/blog/2015/03/the-long-night-against-procrastination-2015-a-german-perspective/

https://schreibnacht.wordpress.com/

Learning about Writing Fellow Programs

Almost three exciting weeks are lying ahead of us. We, Franziska Liebetanz and Simone Tschirpke, two staff members of the Viadrina Writing Center (Frankfurt/Oder, Germany), are staying in the US, in order to learn more about writing fellow programs, about writing center work in general but also in order to reflect on our own practice back home.

For this educational journey, Franziska got a grant from ReiseLectureN/ VW. One important tasks is to find out, what writing fellows, teachers and the coordinators of other writing fellow programs think about the program: What works well? What needs to be improved? When can you call a writing program a writing fellow program and how flexible can a writing fellow program be? Answers to those questions can be useful in order to reflect, adjust and/or improve our own writing fellow program, that we started in 2013 in cooperation with the writing center of the Goethe University Frankfurt/Main. Furthermore, the knowledge and insights gained from other projects will also be helpful when transferring the idea of a writing fellow program to other universities.

In order to learn more about writing fellow programs and writing centers in general, we have the great opportunity to stay for a little more than a week at the writing center of the University of Wisconsin-Madison. We will meet its director Brad Hughes, from whom we learned so much about writing fellow program. Additionally, we will visit the Center for Writing-based Learning at the De Paul University in Chicago as well as the Norman H. Ott Memorial Writing Center at the Marquette University and the Writing Center of the University Wisconsin-Milwaukee, which are both located in Milwaukee. We’ll end our journey with a visit to the IWCA Conference in Pittsburgh where Franziska and Anja Poloubotko, coordinator of the Multilingual Writing Center of the Leibniz University of Hannover, will do a presentation about the history of German Writing Centers.

Hochschulperle für Writing Fellow Programme – bitte bis 26.1. abstimmen!

WF Zeichnung 2Wir freuen uns über Unterstützung beim Wettbewerb um die “Hochschulperle des Jahres 2014”. Im August 2014 haben wir die „Hochschulperle des Monats“ für die Writing Fellows Programme der Goethe Universität Frankfurt/Main und der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) gewonnen:

http://www.stifterverband.info/wissenschaft_und_hochschule/hochschulperle/2014/2014-08/index.html

Writing Fellows sind schreibdidaktisch ausgebildete Studierende, die mit Lehrenden verschiedener Fächer eng zusammen arbeiten und schriftliches und mündliches Feedback auf die studentischen Schreibaufgaben geben. Im April letzten Jahres hatte Writing Fellow Anne hier über ihre Erfahrungen berichtet. Bis 26. Januar 2015, 11.00 Uhr darf nun darüber abgestimmt werden, ob die Writing Fellows Programme auch die Jahresperle gewinnen. Wir würden uns sehr über Unterstützung freuen, um die Idee der Writing Fellows und damit auch Schreibzentren bekannter zu machen.

Hier geht es zum Voting zur Unterstützung der Writing Fellows Programme:

http://www.stifterverband.info/wissenschaft_und_hochschule/hochschulperle/2014/voting/index.html

Für weitere Informationen:

Writing Fellows Europa-Universität Viadrina: http://www.europa-uni.de/de/struktur/zfs/schreibzentrum/Angebote/fuer_Studierende/writing_fellows/index.html

Writing Fellows der Goethe Universität Frankfurt/Main: http://www.uni-frankfurt.de/48203334/writingfellows

Herzlichen Dank für’s Abstimmen und für’s Weiterleiten!

Writing Centers in Motion EWCA Conference 2014

Special welcome from Viadrina President Gunter Pleuger for participants from South Africa

Special welcome from Viadrina President Gunter Pleuger for participants from South Africa

Thank you all for this successful conference! It has been a great pleasure and honour to host you here at European University Viadrina on the river Oder, on the German-Polish border right at the heart of Europe. During our conference from July 19th to July 22nd 2014 we could welcome you, over 200 people from 36 nations, to present, discuss and share their thoughts, ideas and opinions about this year’s main motto “Let’s peer across Borders, Writing Centres in motion”. A motto encouraging us to cross all kinds of borders: the borders of our many different home countries, language and cultural borders and not least, the metaphorical borders of the different discourse communities and writing cultures. The motto further involved peering into writing centre work as an idea of collaborative learning: A method situated right in the centre of writing center theory and practice. With a pre-conference peer tutor day, a peer tutor presentation track, workshop track and keynote, we could also gather many peer writing tutors from all over the world and so make the conference a collaborative learning event. Especially our youngest researchers so had the chance to gain some experience at an international conference and to socialise with people from all over the world.
On four days the Campus has been busy as a beehive with writing enthusiast even though subtropical summer temperatures gave us a bit of a hard time. However, as our conference team and our many helpers provided everyone with water and refreshing tissues, no one bothered too much.
Many of you enjoyed the possibility to connect with one another at our idyllic Conference Barbecue at Ziegenwerder, well prepared against cheeky insects. Others joined a trip to explore the city of Frankfurt (Oder) or took part in our history trip to „Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR“ in Eisenhüttenstadt.
We hope you had a great time participating at the conference with the academical programme we provided and the leisure time activities, we offered to give you the possibility to relax in between. We hope that you could share your ideas and visions, got inspired by each other’s research, could enrich your networks and make some new friends.
The only thing left to say regards writing centers increasing importance across the globe, stressed by your many different home countries: A rising interest in our work can make us all proud and encourage our growing community to keep developing. We are strikingly in motion!

Please scroll down for some impressions from the conference our Peer Tutors would like to share with you:

The Contribution of Peer Writing Tutors to the sustained Development of Writing Centers

It was a huge honour for me to present the process and results of my empirical research for my master thesis as a keynote at the EWCA conference 2014. My research was on the subject

Participants could post each other messages in the "conference post office"

Participants could post each other messages in the „conference post office“

of “The Contribution of Peer Writing Tutors to the sustained Development of Writing Centres“ which I conducted from September 2013 till April 2014. I developed a prezi-presentation for the international EWCA 2014 audience focusing on the background information (research questions, aim, hypothesis, and research method), the research process (data collection and analysis) and the results. The presentation is available on request. The German speaking audience can find my master thesis published here: http://opus.kobv.de/euv/volltexte/2014/92/pdf/Masterarbeit_Poloubotko.pdf

I was very moved by the elaborate introduction of Dr. Katrin Girgensohn concerning my five-years work at the writing centre at European University Viadrina and my engagement within the EWCA as a researcher and board member. Moreover was I truly touched and overwhelmed by the positive response to my keynote presentation. The standing ovation still feels like a dream. It was great to have the support from all the peer tutors which I got to know at different (peer tutoring) conferences and during the European Peer Tutor Day 2014. It was really fantastic to be in charge of organising the Peer Tutor Day and a pre-conference event for exchange and networking among peer tutors from writing centres worldwide. (For more information on the Peer Tutor Day please see another blog article.)
Anja Poloubotko

A new Method for collaborative Writing

While we tend to think that it is difficult (or at least challenging) to write a piece of text together, a group of writing tutors from Goethe Universität at Frankfurt (Main) presented an

Keynote speakers Paula Gillespie, Brad Hughes and Harvey Kail

Keynote speakers Paula Gillespie, Brad Hughes and Harvey Kail

interactive workshop to experiment with a new, self-invented method. At first, we brainstormed about what collaborative writing means (for example working on the same text together, rather than writing a chapter each), and reflected on experiences, we may have had. Next, we shifted to the experimental part of the workshop: splitting up in groups of two, we received instructions to write a page of text in any style we would like (news article, diary entry, poem, fairytale…) about how we imagine our ideal writing centre to look like, therefore only using three main ideas. Key to the exercise was the time limit of 30 minutes, during which each pair of authors had to organise themselves around which type of text to write, writing the actual text and editing a final version.
When sharing our texts back in the group, we discussed our experiences and found that this method could come in useful for future collaborative writing projects. We were surprised to find that we were able to get a lot done in the short time provided!
Juliane

 

Short Impression of the Workshop „When Tutor meets Tutor“

gd foyer

conference participants arriving

Being a Peer Tutor myself, I completely enjoyed taking part in the workshop. The two Workshop leaders started by explaining how the idea for pursuing this topic has come into their minds: At the Writing Center of the European University Viadrina, where both of them are working, it sometimes happened, that no student at all was attending the writing consultation. Hence they decided to use this time to have a tutoring session for and by themselves, i.e. a peer to peer writing consultation. They realised that this could be quite fruitful and interesting so they decided to share their experiences with us. During the Workshop we got together in pairs and had a peer-to-peer- writing consultation on our current writing projects.
In the end we summed up, that this is a really interesting experience due to our different backgrounds and due to the consciousness that we were consulting another peer tutor, who probably knew as much about writing methods and strategies as ourselves. It was different but really helpful!
Maike Tjaden

My Favourite Project

Keynote speaker Swantje Lahm

Keynote speaker Swantje Lahm

From all the interesting and inspiring presentations I listened to during the EWCA conference, there is one project I immediately thought of, when a colleague asked me to write a comment for this blog. The presentations name was „How I Write, Ireland“, a contribution by the University of Limerick in Ireland. It consisted of a series of interviews with prolific Irish writers in which the authors answered questions concerning both their individual writing process in general and the strategies they used to reach a particular writing goal.
The University of Limericks Regional Writing Center provides not only the interviews’ video recordings but further transcripts and possible outlines for a teachers lesson. That way, the interviews can be used as a learning tool by both, staff and students. Further, the Writing Center wishes to collect some data about how teachers use the interviews in their attempts to help improve students writing.
While giving information about the project in their presentation “How I Write, Ireland: Sharing the Experiences, Processes, and Strategies of Prolific Writers“, Lawrence Cleary and Aoife Lenihan were showing some sequences of the interviews. Even if these tiny snippets have only been providing the audience with small insights in the interviewees writing processes, they were really interesting for me. I was surprised to hear from professor Tom Moylan that he – after numerous published works – is still struggling with his role as a writer, feeling that his working-class background keeps him from really belonging to the scientific community he is actually writing for. This made me think of my own experiences as a student and a Peer Tutor: A lot of students feel insecure when discussing their writing projects with their lecturer – a person they expect to know everything, while they consider themselves to know nearly nothing. For this reason some of them choose to dismiss their own ideas and strictly follow the lecturers impulses instead. Doing so, they are disempowering themselves from pursuing their own style and developing new ideas and thoughts. Likewise, a lot of them, at times including myself, consider themselves to write for credit points only instead of writing for an academic audience. They simply feel to young and inexperienced to contribute to the world of science – following these trains of thoughts, a lot of them do not recognise the actual worth of their writing. In my view, this is a pity and I am sure that a lot of ideas get lost due to a lack of self-confidence from student writers. To show them that even their professors face similar problems during the writing process could be one way to improve students confidence with their work and to consider themselves as members of the academic community. At the same time, the project offers them the opportunity to hear about strategies that might help them during their own writing process. To conclude, I really like this project and I think the concept can provide students with a lot of ideas that are worth to think about.
Anne Kirschbaum

Polka w niemieckim centrum pisania

Alicja Pitak

Alicja Pitak

*hier geht es zum Beitrag auf Deutsch*
Gdyby przed rokiem ktoś powiedział mi, że będę pracować w jakimś biurze czy jednostce na uczelni w Niemczech, na pewno uznałabym ten pomysł za szalony. Ja, cudzoziemka w niemieckim centrum pisania na niemieckim uniwersytecie??? Wtedy trudno mi było w to uwierzyć, a dzisiaj to jest rzeczywistością.
Nazywam się Alicja, pochodzę z Polski i studiuję kierunek magisterski Komunikacja Interkulturowa na Uniwersytecie Europejskim Viadrina we Frankfurcie nad Odrą. Z uniwersytetem łącza mnie nie tylko studia, ale również i praca w centrum pisania (niem. Schreibzentrum). Piszę ten blog, aby nie tylko przedstawić moje miejsce pracy, ale również podzielić się kilkoma doświadczeniami i refleksjami na temat tego, czym jest dla mnie to centrum oraz jak postrzegam pracę w charakterze tutora pisania (niem. Schreib Peer Tutorin, tutor lub peer tutor to student, który odbył szkolenie w jakieś dziedzinie naukowej (np. pisanie naukowe, kompetencje interkulturowe, nauka języków obcych) i pomaga w niej innym studentom).
Swoją pracę na uczelni rozpoczęłam w kwietniu tego roku. To zajęcie traktuję jako ogromne wyzwanie a zarazem wspaniałą przygodę. Właśnie siedzę w Schreibzentrum, pomieszczenie 115 na August-Bebel-Straße i przygotowuję ten wpis. Mimo, że pracuję zaledwie czwarty miesiąc w charakterze peer tutora, zdążyłam już dość dobrze poznać cele i założenia naszego centrum a także ekipę w nim pracującą. Obok mnie niedaleko siedzi koleżanka, która przygotowuje się na konsultacje w ramach programu Writing Fellows. Więcej na ten temat dowiecie się na stronie https://schreibzentrum.wordpress.com/. Jest jeszcze inna osoba, która na pełnych obrotach zajmuje się przygotowaniem programu konferencji tutorów EWCA (http://www.europa-uni.de/de/struktur/zfs/schreibzentrum/EWCA2014/index.html), która odbędzie się na naszym uniwersytecie w terminie od 19 do 22 lipca. Już teraz zapraszam wszystkich do wzięcia udziału w EWCA. To jest ważne wydarzenie dla nas i dla całej uczelni.
Wracając do pokoju, w którym teraz siedzę, chciałabym zwrócić uwagę na atmosferę pracy i nauki, jaka panuje w naszej ekipie i w Schreibzentrum. Jest ona po prostu przyjacielska i bezstresowa. Dzięki tej atmosferze ja osobiście zmieniłam podejście do samego pisania. Wcześniej kojarzyło się mi ono tylko z czynnością przelewania myśli na kartkę czy ekran komputerowy. W naszym centrum zrozumiałam i doświadczyłam, że jest to proces, który dokonuje się w dialogu z drugą osobą, a także z samym sobą. Ponieważ wielu znajomych z uniwersytetu podziela moje wcześniejsze zdanie, chciałabym przekazywać dalej moje nowe podejście i atmosferę panującą w naszym centrum nauczycielom akademickim, studentom oraz wszystkim osobom napotkanym w kontekście pisania naukowego czy literackiego. Chciałabym, aby inni mogli spojrzeć na ten proces z innej perspektywy, która może przynieść im wiele korzyści: nie tylko pozytywne nastawienie wobec samego pisania, ale również doskonalenie tej kompetencji oraz przyjemność i radość z samego tworzenia tekstów . A czym jest dla mnie praca w charakterze peer tutora? Hm… To moje zajęcie na uniwersytecie, podczas którego ja doskonalę swoje kompetencje pisania i pomagam innym w ich doskonaleniu. Ale to tylko jedna strona medalu. Tak naprawdę praca w charakterze doradcy to super przygoda i nieustające spotkanie z ludźmi oraz wymiana wiedzy, doświadczeń, wartości, uśmiechu i radości. Cieszę się, że właśnie w taki sposób mogę ubogacać moje studia na Uniwersytecie Viadrina i pobyt na pograniczu polsko-niemieckim.
Teraz opowiem Wam, czym się zajmujemy w Schreibzentrum i dlaczego jest ono tak potrzebne na uniwersytecie. Mam nadzieję, że dzięki tym informacjom dojdziecie do przekonania lub umocnicie swoje zdanie, że warto zakładać takie centra w szkołach i na uniwersytetach w Polsce.
Gdybym miała w jednym zdaniu powiedzieć czym jest nasze centrum na uniwersytecie Viadrina, to określiłaby je jako miejsce, gdzie wszystko i wszyscy kręcą się wokół pisania. To tutaj spotykają się nauka i badania, to tutaj praca pracowników naukowo-dydaktycznych oraz studentów dotyczy pisania naukowego i procesów z nim związanych. Niektóre osoby z lub spoza środowiska uniwersyteckiego mogą sądzić, że Schreibzentrum jest jedynie jednostką, świadczącą pomoc studentom i doktorantom w sporządzaniu prac naukowych. Ja chciałabym takiej opinii stanowczo zaprzeczyć i zwrócić uwagę na szeroką i urozmaiconą ofertę naszego Schreibzentrum skierowaną nie tylko do studentów czy doktorantów, ale również do nauczycieli akademickich, uczniów, a nawet obcokrajowców. W naszym centrum pracują pracownicy naukowo-dydaktyczni, którzy w kontekście międzynarodowym poprzez badania, konferencje oraz publikacje przyczyniają się do rozwoju pisania naukowego jako dziedziny naukowej oraz uczestniczą w dyskursach pisania naukowego. Oprócz pracowników naukowo-dydaktycznych w Schreibzentrum są zatrudnieni studenci. Cała ekipa posiada gruntowne wykształcenie. Ja, żeby zostać tutorem, uczęszczałam na trzy seminaria związane z pisaniem naukowym i doradztwem w tej dziedzinie oraz zdobyłam odpowiedni certyfikat. To było dość czasochłonne i czasami bardzo wymagające, ale teraz przynosi wiele satysfakcji i korzyści :-). Jestem z siebie bardzo dumna, że sprostałam wymaganiom wykształcenia na tutora oraz z tego, że teraz pracuję wśród studentów niemieckojęzycznych. Poza tym dzięki mojej pracy mogę się stale rozwijać, np. doskonalić takie umiejętności jak aktywne słuchanie, empatia czy miłe traktowanie rozmówców 🙂 .
Ale wróćmy do naszej oferty. Studentom wszystkich kierunków oferujemy indywidualne rówieśnicze doradztwo odnośnie procesów pisania, pisania naukowego i literackiego, sporządzania prac naukowych, rodzajów tekstów, stylu itd. Rówieśnicze oznacza, że między studentem a osobą tutora nie ma zasady hierarchii, jak np. w przypadku studenta i wykładowcy, a tutor nie występuję w charakterze eksperta. Oprócz spotkań indywidualnych mamy grupy (np. grupa pisania prac dyplomowych), w których uczestnicy rozwijają swoje umiejętności sporządzania i przerabiania tekstów. Podczas różnego rodzaju seminariów, warsztatów czy tzw. Lunch_Time Lessons, czyli lekcji w porze obiadowej (ja prowadzę taką lekcją na temat „Pisanie w języku obcym”) studenci mogą lepiej poznać różne wymogi dotyczące pisania naukowego. Mogą też nauczyć się stosować różne strategie jak również rozbudować swoje kompetencje pisania. W naszym Schreibzentrum panuje przyjazna atmosfera pracy i nauki, która zachęca do dalszego kształcenia oraz dzielenia się swoim doświadczeniem w grupach, seminariach i warsztatach. Nie zapominamy o doktorantach, którym oferujemy warsztaty oraz doradztwo. Mamy też coś dla nauczycieli akademickich, a mianowicie wspieranie ich zajęć informacjami odnośnie pisania naukowego. W programie Writing Fellows nasi tutorzy pomagają studentom u konkretnego wykładowcy i udzielają informacji zwrotnej, czyli feedback na sporządzone przez nich teksty. Wszystko odbywa się w ramach konkretnego zajęcia u konkretnego wykładowcy. Do naszej oferty należy również wspieranie uczniów w rozwijaniu umiejętności pisania, co może ułatwić im przejście ze szkoły na studia. Schreibzentrum na Uniwersytecie Viadrina jest więc zarówno miejscem naukowym i dydaktycznym a także miejscem spotkań indywidualnych oraz w grupach, gdzie ma miejsce wymiana wiedzy i doświadczeń na temat pisania i procesów z nim związanych.
Na zakończenie wpisu chcę podkreślić jeszcze jedno: pisanie, szczególne to naukowe, może wydawać się wielu osobom nudne, żmudne i mało satysfakcjonujące. Tak może być, ale wcale być nie musi. Nasze Schreibzentrum na Viadrinie dowodzi czegoś zupełnie innego. Pisanie sprawia radość, jest ciekawe i rozwija pod względem naukowym i społecznym. To potwierdzają moje doświadczenia i odczucia. To potwierdzam ja, polska studentka studiująca na niemieckim uniwersytecie i pracująca w niemieckim centrum pisania.
Alicja Pitak

%d Bloggern gefällt das: